Mittwoch, Juli 25, 2018

Aktionen vom Hegering 6

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Looft den 26.7.2018

Infoveranstaltung über Jungwildrettung mit der Drohne

....  berichten von ihrer Erfahrung mit der Drohne v. l. Meike Dose stellv. Obfrau für Öffentlichkeitsarbeit Hegering 6, Jäger Ingo Beck, Vorsitzender vom Hegering 6. Sven Heesch und Sascha Reimer, der sich mit der Drohne gut eingearbeitet hat.
Sascha Reimer und Meike Dose gründeten inzwischen den Verein Team Rehkitzrettung, der offen für Jäger, Naturfreunde, Tierschützer und Drohnenpiloten sein soll. 
Großes Interesse bei der Veranstaltung im Landhaus Looft

Sascha Reimer vom Hegerin 6 sowie Meike Dose testeten den H520 Hexacopter der Firma Yuneec Europe GmbH.
Die Drohne aus Kaltenkirchen wurde u.a. mit Wärmebildkamera ausgestattet, für 3900 Euro inclusive 2 Akkus eingekauft. Eine Akkuladung reicht für zirka 15 Minuten Flugzeit.

Der Erfolg beim Einsatz der Drohne wurde im Gasthaus Looft in einer Informationsveranstaltung 80 eingetroffenen Jägern und Interessierten aus dem Kreis Steinburg präsentiert, denn der konnte sich zeigen lassen:

178,90 Hektar Fläche wurde in neun Tagen in den frühen Morgenstunden abgeflogen und 37 Kitze im Gras von der Drohne entdeckt und konnten so vor den Mähmaschinen vor einem elenden Tod bewahrt werden.
Produktmanager Thomas Schommler der Firma Yuneec Europe stellte die Besonderheiten der Drohne mit den 6 Propellern vor.
Da sie unter 2 Kilogramm wiegt, kann sie ohne Führerschein geflogen werden.
Natürlich gibt es allgemeine Auflagen für die Nutzung der Drohne zu beachten.
Es gilt einen Abstand von 100 Meter zu Bundes- und Wasserstraßen einzuhalten.
100 Meter Abstand müssen auch zu öffentlichen Bauten eingehalten werden.
Eine Drohne ist versicherungs- und kennzeichnungspflichtig.

Meike Dose informierte darüber, dass Landeigentümer verpflichtet sind, die Weiden anzugeben, die gemäht werden sollen, damit Tiere nicht zu Schaden kommen und verletzt werden. 
In diesem Zusammenhang dankte die engagierte Jägerin den Landwirten für die gute Kooperation vor allem in Pöschendorf, denn die zu mähenden Flächen wurden dem Team Rehkitzrettung gemeldet und konnten so in den frühen Morgenstunden abgeflogen werden.
30 bis 40 Hektar schafft der  Hexacopter an so einem Morgen in einer optimalen Flughöhe von 20 Metern.
Die Drohne bekommt mit Hilfe von Google Map eingegebene Informationen über das abzufliegende Gelände und speichert diese über eine integrierte Software.
" Mit der Fernsteuerung und dem  eingebauten 7 Zoll großen Display  ist die Kitzfindung in den Morgenstunden - der Boden darf noch nicht zu heiß sein - ein Kinderspiel", so Sascha Reimer im Praxisbericht.
Funkgeräte sind bei der Suche mit der Wärmebildkamera wichtig, damit die Entdeckungen an die Helfer, die sich vorab um die abzusuchende Fläche positionieren, weiter gegeben werden können.
Nach Auffindung werden die Kitze in einen Umzugskarton gesetzt, der mit einem Klebeband verschlossen wird und nach dem Mähen werden die zarten Vierbeiner wieder in die Freiheit entlassen.

Firma Yuneec unterbreitete den Anwesenden ein Angebot, die die Drohne bei der Abnahme von 8 Hexacoptern günstiger im Einkauf offeriert.
Sieben Jäger-Gemeinschaften hatten bereits Interesse angemeldet und so kann im nächsten Jahr die Rehkitzsuche mit großer Wahrscheinlichkeit noch effektiver von statten gehen.
Genutzt soll die Drohne auch für die die Feststellung von Wildschäden, bei der Nachsuche und evt. ganz aktuell zur Feststellung von Brandherden. 

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Looft Juli 2018

Rückblick Rehkitzrettung, Drage, Mehlbek und Pöschendorf

Das Team Rehkitzrettung konnte in diesem Jahr auf einen stolzen Anfang ihrer Arbeit zurückblicken.
37 Kitze wurden mit der Drohne im Mai 18 gerettet.
An 9 Tagen wurden mit der Drohne 209 Hektar abgeflogen.
Meike Dose und Sascha Reimer stellten ein Video zusammen, in dem die Arbeit dokumentiert wurde.
Die Drohne wird ausschließlich zur Kitzsuche genutzt.

 

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 Kaaks den 30.6.2018

 Tag der offenen Tür der Kreisjägerschaft Steinburg

... mit der Präsentation der seit dem Vortag von der Landesregierung SH genehmigten Schalldämpfer für Langwaffen.
Auch die Jäger in Schleswig-Holstein dürfen nun einen Schalldämpfer verwenden. Die moderne Technik dient vor allem dem Gesundheitsschutz von Jägern und Hunden
 v. links Kreisschießwart Rüdiger Feil, Jungjäger Niclas Jordan, Hegeringleiter Sven Heesch, Michael Spanuth Firma Blaser, MdL und Jäger Heiner Rickers, Jens Harder gGmbH Schießstand Kaaks und Ralf Behrendt (Waffenbehrendt IZ) freuen sich über die große Besucherzahl ihrer Veranstaltung in Kaaks am Schießstand.
Jede Menge Programmpunkte hatte das Organisationsteam für die geladenen 980 Mitglieder der Kreisjägerschaft Steinburg und Interessierte auf die Beine gestellt:
Tontaubenschießen für Jedermann, ein Laserkino/Heimschießkino mit verschiedenen Videosimulationen und am Langwaffenschießstand wurden die seit dem Vortag der Landesregierung SH genehmigten Schalldämpfer ausprobiert.
Ralf Behrendt führt eine Langwaffe mit einem nachgerüsteten Schalldämpfer vor.
Kosten der Nachrüstung liegen bei 400 -500 €
Der Schalldämpfer am Ende des Waffenlaufes hat den Vorteil, dass keine Hörschäden verursacht werden  und außerdem wird das Mündungsfeuer und der Rückstoß vermindert.
Aber nicht nur Informationen zur neuen Waffentechnik wurden geboten.
Die Jungjäger reichten den zahlreichen erschienen Gästen Spanferkel mit Beilagen. Für Getränke sorgte der Ausschank von Brüdigams Wildwechsel.
Zum Kaffee gab es Kuchen und unter den hohen alten schattigen Bäumen am Schießstand ließ es sich bei der Wärme gut aushalten und Jäger haben sich immer viel zu erzählen.
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den 1. Juni 2018

Kitzrettung per Drohne in und um Looft ein riesiger Erfolg!

Per Mail ganz frisch reingekommen sind tolle Aufnahmen der Kitzrettung mit einer Suchdrohne von Sascha Reimer (Hegering 6 Kreis Steinburg) 

Sascha schreibt:  " Bis einschließlich heute haben wir mit der Drohne 27 Kitze und einen Junghasen gerettet.
Es sind aber noch ca. 4 Wiesen, die wir in den nächsten Tagen abfliegen müssen."
Als ich Sascha Reimer neulich traf, berichtete er, dass bei ihm morgens um 4 Uhr der Wecker klingelt, wenn eine Wiese vor dem Mähtermin abgesucht werden muss. 
Da sich durch die Sonneneinstrahlung der Boden schnell aufwärmt und dadurch die Wärmebildkamera weniger eindeutige Aufnahmen zeigt, heißt es "Nur der frühe Vogel fängt den Wurm". 
Es ist eine tolle Leistung, so viele Rehkitze vor einen grauenhaften Tod zu retten!


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den 20.5. Kaaks / Kaisborstel

Erfolgreiche Kitzrettung 

Fotos:  Tine Rickers und Sascha Reimer
Wie bereits hier berichtet, laufen in diesen Tagen die Rettungsaktionen auf den Wiesen von Rehkitzen auf Hochtouren.
 Jungjäger vom Hegring 6 mit (Foto) Tim Garbers und Kenneth Paetsch können die ersten drei gefundenen und damit vor dem Schneidwerk geretteten Tiere präsentieren.

In Looft hat man Dank der Drohne mit Wärmebildkamera inzwischen das 10. Kitz gefunden. (Stand 23.5.)
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Looft den 17.5. 2018

Anschaffungskosten für Drohne zur Rehkitzrettung  in Looft wurde vorgestreckt

Wie hier berichtet (nach unten scrollen), hatten Meike Dose und Sascha Reimer vom Hegering 6 einen H520 Hexacopter  zur Rehkitzrettung getestet.
Um die Drone finanzieren zu können - sie kostet rund  3900,-€ mit Wärmebildkamera - wurde ein Spendenaufruf gestartet.
Gestern die schöne Nachricht aus Looft:
"Hallo Maike, es ist immer noch unfassbar, aber wir haben jemanden gefunden, der uns das Geld für die Anschaffung der Drohne vorgestreckt hat.
Sascha und ich sind nach wie vor auf der Suche nach Spendengeldern, um den Großteil zurück zahlen zu können, aber zumindest sind wir nun in der Lage, die Drone im realen Einsatz und drüber hinaus mit Testflügen auszuprobieren.
Wir würden uns freuen, wenn du unsere Arbeit weiterhin begleiten könntest.
Am Wochenende hat sie ihre erste Aufgabe in meinem Revier.
Der Spendengeber möchte nicht genannt werden...Ich hoffe, du bist dabei, oder berichtest weiter über unser Projekt.. Lieben Gruß, Meike Dose"
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Hohenaspe / Kaaks den 16.5.2018

Erster Grasschnitt ruft Tierschützer auf den Plan 

Der erste Grasschnitt wird auch in Hohenaspe eingefahren

Es ist wieder so weit: Im Mai wird mit dem Mähen der Futtergraswiesen begonnen. 
Auch in diesem Jahr waren Jäger Marten Witten und Landwirt Heiko Fischer in Kaaks im Vorfeld aktiv, um eine Mannschaft per Whats App zusammenzustellen, die kurz vor dem Mähtermin die Wiesen nach Rehkitzen absucht. 
Verteilte Handzettel in der Gemeinde machten auf die Aktion aufmerksam und wer wollte, konnte sich in eine Whats-App Gruppe eintragen lassen, die über die Termine mit Zeiten und Treffpunkt auch kurzfristig informiert. 
Am Abend des 16.5. zog eine Gruppe von aktiven Tierschützern das 3. mal los, um Kitze vor einem qualvollen Tod zu schützen. 60 Teilnehmer hatten sich bei Marten Witten gemeldet, um die Aktion zu unterstützen. An diesem Tag fanden sich 10 Gruppenmitglieder auf dem Hof Fischer ein, um die in kurzer Zeit zu mähenden Wiese abzulaufen. 
Im letzen Jahr konnten 13 Kitze  gefunden und so gerettet werden (es wurde davon auf diesem Blog berichtet). 
In diesem Mai wurden bislang noch keine Kitze entdeckt, aber das Ablaufen der Wiese am Vorabend versetzt die Rehgeiß bereits in Alarmbereitschaft. Sie fühlt sich unsicher und bringt unter Umständen ihren Nachwuchs an einen anderen Ort.
Marten Witten informiert, dass in diesem Frühjahr der erste Schnitt zwei Wochen früher wegen des anhaltenden Sommerwetters stattfinden kann und so geht er davon aus, dass ab nächster Woche die Teilnehmer mehr Finderglück haben werden. 
Der Jäger Witten merkt lobend an, dass es eine gute Zusammenarbeit zwischen der Whats App-Gruppe und den Landwirten gibt, die ihre Weiden mähen wollen und den Termin bei ihnen ankündigen.



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Kaaks den 27.4.2018

Jäger in Kaaks werden wieder aktiv, um Rehkitze vor einem qualvollen Tod zu schützen



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Kiel den 27.4.2918

Pressemeldung der Landesregierung

Ministerpräsident Daniel Günther zum Landesjägertag: „Keine Verschärfungen beim Landesjagdgesetz“ 
 NEUMÜNSTER. Ministerpräsident Daniel Günther hat die Bedeutung der Jägerinnen und Jäger für das Land betont: „Sie haben den Wildbestand in unseren Wäldern zu hegen und zu pflegen, nur mit Ihnen ist der Naturschutz auch ganzheitlich gesichert“, sagte Günther heute (28. April) anlässlich des Landesjägertags in Neumünster.
 Er dankte den Jägerinnen und Jägern insbesondere für ihre Unterstützung beim Umgang mit der drohenden Afrikanischen Schweinepest. Das Land sei sich der Verantwortung der Jägerschaft bewusst.
Deshalb werde es auch keine Verschärfungen beim Landesjagdgesetz geben, sagte der Ministerpräsident. Günther berichtete weiter, dass das Land 100.000 Euro zusätzlich für die Sanierung von Schießständen in den Haushalt eingestellt habe. „Denn nur gut ausgebildete und sichere Schützen werden waid- und tierschutzgerecht jagen“, so der Regierungschef.

 Wie Günther sagte, gebe es zwischen dem Land und dem Landesjagdverband vielfach gemeinsame Ziele und große Kompromissbereitschaft, auf welchen Wegen man die Ziele erreichen könne.
„Die Dinge, die wir regeln müssen, die besprechen wir mit den Jägerinnen und Jägern. Gemeinsam werden wir Lösungen finden“, so der Ministerpräsident.
Das Land werde deshalb einen Runden Tisch mit Jagd-, Naturschutz- und Tierschutzverbänden einrichten.
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Looft den 18.4.

Wird eine Drohne bald neuer Rehkitzretter vom Hegering 6? 

Meike Dose und Sascha Reimer ließen sich am Vormittag ein Hexacopter vorführen. Der Terrier Bruno musste das Rehkitz spielen.
v.r.: Sascha Reimer vom Hegering 6., Thomas Schommler der Firma Yuneec und Jägerin Meike Dose testen den H520 Hexacopter unter Anleitung. 

Durch die Rehkitzsuche auf Weideflächen, die im Mai gemäht werden, wurden allein bei Kaaks im letzen Jahr 13 Kitze gerettet und vor einem qualvollem Tod geschützt. 
Wer sich an dieser Suche beteiligt hat, wird noch wissen, wie anstrengend es ist, im hohen Gras nach den gut versteckten Kitzen zu suchen.
Dronen können die Suche mit eingebauter Wärmebildkamera unterstützen.
Es ist ein hoher Kostenaufwand, der sich in der Praxis erst zeigen muss, ob er sich lohnt.
Die Firma Yuneec mit Sitz in Kaltenkirchen (45 Mitarbeiter) stellt ihr Gerät für diese Zwecke vor und so wird es in Looft auf eine Fläche getestet. 
Der ausgebildete Terrier von Meike Dose legt sich brav auf eine Grünfläche nieder und wartet geduldig auf Anweisungen seiner Halterin. 
Die ferngesteuerte Drohne mit den 6 Propellern startet überaus leise. Der Flugkörper darf maximal nach Auflagen 100 Meter hochsteigen und kann bis zu 1, 2 Kilometer weit gesteuert werden.
 Der Hexacopter kann mit unterschiedlichen Kameraausrüstungen bestückt werden. Mit der Wärmebildkamera lassen sich Rehkitze aufgrund ihrer Körpertemperatur auffinden.
Der Akku hält für eine Flugzeit bis zu 20 Minuten.

Im Display mit Touchscreen kann alles erdenkliche eingestellt werden und gibt die Fluginformaitonen so wie das Livebild der Kamera in HD an.
An diesem Mittag gegen 11:30 Uhr  hatte die Sonneneinstrahlung den Boden bereits erwärmt und so war Bruno nur schwer auf dem Monitor mit seiner eigenen Wärmeausstrahlung zu entdecken. 
Thomas Schommler stellt klar, dass bei Rehkitzsuche die Morgenstunden ab 5 Uhr bis 9 Uhr am günstigsten sind, da dann der Boden noch nicht von der Sonneneinstrahlung erwärmt wurde und so ein eindeutigeres Bild der Wärmebildkamera überliefert wird.
Die Anwendungsmöglichkeiten vom Copter mit seinem präzisen Flug begeisterten.
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Looft den 12.4.2018

Förderung für Anlagen von Blühstreifen und Blühflächen vorgestellt

Informationsveranstaltung im Landhaus Looft der Kreisjägerschaft Steinburg zum Thema Maßnahmen zur Schaffung von Lebensräumen für Vögel, Kleinsäuger, Insekten und Amphibien.

Blühfläche bei Mehlbek Juli 2017
Die Agrarumweltprogramme von Schleswig-Holstein bieten Blühstreifen oder Blühflächen als Maßnahmen an.
 Die Ausgleichszahlungen für Landwirte liegen auf Ackerflächen bei 100,- bis 750,- Euro pro Hektar und sind an Auflagen gebunden. 
Referenten wie Jochen Thun von der Landgesellschaft SH, Jan-Marcus Carstens vom Naturschutzring Aukrug sowie Ulf Schünemann von der Unteren Naturschutzbehörde Kreis Steinburg  gaben Auskunft über unterschiedliche Fördermöglichkeiten im Vertragsnaturschutz.

Begrüßen konnte Sven Heesch (Hegeringleiter sowie stellv. Kreisjägermeister) über 60 Gäste zu einem Thema, das immer mehr in den Mittelpunkt gerät: Der massive Rückgang von Insekten.
" Man muss kein Wissenschaftler sein, um eine Reduzierung der Artenzahl  festzustellen.
Schauen sie sich ihre Windschutzscheibe nach einer Autofahrt an, es kleben keine toten Insekten mehr auf der Scheibe und Motorhaube."
"Wie bekommen wir wieder Insekten in unsere Felder, welche Maßnahmen können wir ergreifen, um Blühstreifen auf möglichen Flächen unbürokratisch anzulegen, um die Vorteile vom Vertragsnaturschutz nutzen zu können?", fragt Heesch.
Die geladenen Referenten konnten Antworten geben, aber ohne Bürokratie geht es in den vorgestellten Maßnahmenkatalogen nicht.

Jochen Thun (Obere Bildreihe Mitte) der Landgesellschaft Schleswig-Holstein informierte über den Vertragsnaturschutz - ein Instrument des freiwilligen Naturschutzes mit der Landwirtschaft.
 Insgesamt wurden bereits für Grünland und Ackerland an die 3000 Verträge mit einer Ausgleichszahlung von rund 13 Millionen für 40.576 Hektar abgeschlossen. Davon wurden im Kreis Steinburg
312 Verträge mit einer Ausgleichszahlung von rund 754.000 € unterstützt.
Der Vertrag mit der Landgesellschaft wird für die Dauer von 5 Jahren jeweils für volle Kalenderjahre geschlossen (Verpflichtungszeitraum). Info unter https://www.lgsh.de/vertragsnaturschutz/vertragsnaturschutz/

Jan-Marcus Carstens vom Naturschutzring Aukrug stellte seinen Verein vor und erläuterte die Fördermaßnahmen auch für nicht Landwirte. 
Der Naturschutzring hilft den Antragstellern bei den Formularen.
Wenn eine Maßnahme im Katalog für ein Naturschutzprogramm gefunden wurde, schaut sich der Verein die Fläche an und setzt gegebenenfalls alle Hebel mit der Unteren Naturschutzbehörde oder Landgesellschaft in Gang, um die Maßnahme durchzusetzen.
Die Stoppelbrache ist eine der häufigsten genutzten Maßnahmen. Nach der Ernte lässt man die Stoppel bis zum März stehen. Dafür zahlt der Naturschutzring 100 € pro Hektar.
Körnerfresser profitieren von diesem Projekt.
 Einjährige Blühstreifen werden mit 47,- € a Hektar unterstützt, soweit das Budget reicht. Saatgut muss selbst erworben werden.


Der Leiter der Unteren Naturschutzbehörde Kreis Steinburg Ulf Schünemann informierte die Gäste des Abends über die Ökokonten.
Im Kreis gibt es derzeit 50 dieser Konten, die bei Schünemann beantragt und von ihm berechnet wurden. Im Ausgleichsmarkt können diese Punkte angeboten werden. Die abgeschlossenen Maßnahmen sind dauerhaft und werden ins Grundbuch eingetragen und sind somit gebunden.
Gefördert werden nur Dauerhafte Projekte wie der Erstellung von Knicks, aber keine Blühstreifen.
Laut Schünemann laufen Maßnahmen, die über 30 bis 40 Jahre ohne, dass sie Wirkung zeigen, da sie auf Langfristigkeit angelegt wurden.
Hegeringleiter Sven Heesch appellierte an dieser Stelle, den Anstoß für neue unbürokratische Projekte zu starten, um dem Insektensterben und damit die mangelnde Nahrungsquellen für andere Tiere zu stoppen.
Als positives Beispiel wurden Streuobstwiesen genannt.
Ein Fan von Blühstreifen ist Schünemann nur bedingt, denn wenn sie nach drei Jahren wieder entfernt werden, würde es nur minimale Erfolge geben. Die Nachhaltigkeit würde in diesem Projekt nach seiner Sicht fehlen. "Es braucht größere Kräfte, um das Problem in den Griff zu bekommen", so der Experte.

Der hohe Stickstoffeintrag ist nach Aussage von Schünemann eine der zahlreichen Ursachen des Insektensterbens.
Flächen die früher still gelegte wurden, weil es sich nicht lohnte, sie zu bewirtschaften, würde es nicht mehr geben und es ist den Landwirten nicht abzusprechen, denn es sind Wirtschaftsunternehmen, die immer effektiver arbeiten müssen.
Ulf Schünemann vermisst die Kühe und damit die Kuhfladen auf den Weiden. Dungkäfer sind Nahrungsquelle für zahlreiche andere Tiere.
Der Leiter der Unteren Naturschutzbehörde sieht als eine der Problemlösung die Steigung der Kosten für Nahrungsmittel mit der Hoffnung, dass dann nicht mehr eine so extensive Landwirtschaft betrieben werden muss.
Eine Veranstaltung mit jeder Menge Diskussionen, aber der Anfang ist gemacht: Jäger, Landwirte und Naturschützer reden nicht übereinander, sondern miteinander.

Auch MdL Heiner Rickers ließ es sich nicht nehmen, an der Veranstaltung teilzunehmen und stellt sich den Fragen von Teilnehmern.

v. r. Jan-Marcus Carstens, Ulf Schünemann, Sven Heesch und Jochen Thun freuen sich über das große Interesse zum Thema neue Lebensräume für Insekten und Kleintiere schaffen.

Ein Feld mit der blau-violett blühenden Phacelia in Richtung Hohenlockstedt (Bücken) Ende Juni 2017

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Looft den 22.2.2018

Was passiert, wenn die Afrikanische Schweinepest (ASP) ausbricht?

Wie die Behörden im Ernstfall vorgehen, darüber informierte vom Veterinäramt Itzehoe Dr. Birte Hellerich über 100 interessierte Jäger vom Hegering 6 im Landhaus Looft.

Gleich zum Start der "Sensibilisierungs-Veranstaltung" zum Thema ASP machte Dr. Birte Hellerich, Leiterin des Steinburger Veterinäramtes deutlich, dass mit den neuen Maßnahmen gegen die Seuche keine Panik verursacht werden soll. 
"Aber das Risiko ist hoch und die Auswirkungen beim Ausbruch wären im Tierschutzbereich verheerend", so die Amtstierärztin.

Sollte die Seuche wie in Tschechien und Polen in Deutschland ausbrechen, wäre es katastrophal für die Schweinezüchter, denn ein Gegenmittel gibt es nicht und der Markt mit China würde wegbrechen. Landtagsabgeordneter Heiner Rickers sagte, "die folgenden Handelsbeschränkungen beim Ausbruch der ASP wären der Super-GAU".
Bei einem tot aufgefundenen Wildschwein mit ASP Erreger (Anzeigepfllichtig) wird innerhalb von 24 Stunden Deutschland von den Drittländern gesperrt. Es werden keine Schweineprodukte mehr aus Deutschland rausgehen.
Die aus Afrika eingeschleppte Tierseuche  ist nicht für den Menschen oder für andere Tierarten gefährlich.
Die Haus- oder Wildschweine die die Krankheit befällt, sterben zu 90%.

Die Amtstierärztin berichtet über die Verbreitung vom ASP -Virus. 
In den afrikanischen Ursprungsländern übertragen Lederzecken das ASP-Virus.
In Mitteleuropa wird das Virus eher durch direkten Kontakt der Tiere übertragen.
Auch die Aufnahme über Speiseabfälle oder Schweinefleischerzeugnisse und indirekte Übertragungswege, etwa über Jagdausrüstung, Geräte in der Landwirtschaft, oder Kleidung sind möglich, so das FLI zum Thema.
Die Wege der Verbreitung sind bestens erforscht worden und laufen hauptsächlich über Lebensmittel.
Die Tierseuche kann im Lastwagen mitreisen - zum Beispiel als Pausenbrot von Fahrern aus Osteuropa.
Denn auch in rohen Wurstwaren wie Salami könnte sich das Virus längere Zeit halten und die Verbreitung über weggeschmissene Lebensmittel aus der Schweineproduktion ist das größte Risiko.
 Wirft ein Fahrer Reste eines Wurstbrotes weg, das das Virus enthält, ist die Infektionsgefahr groß,
denn Wildschweine und sogar Ratten könnten den Erreger so aufnehmen und weiter übertragen.

Seit 2014 ist das Virus in Europa angekommen.
Ausbruchszahlen der ASP allein 2018


Bei einem aufgefundenen positiv getesteten Wildschwein, wird nach EU - Richtlinie vorgegangen.
Zahlreiche Maßnahmen treten dann in Kraft, mit Dingen, die in den Bezirken nicht mehr getan werden dürfen.

An der Fundstelle wird ein sogenannter "Gefährdeter Bezirk" (Radius 15 km) eingerichtet und darum wird eine Pufferzone gelegt.
 Im gefährdeten Bezirk wird eine Kernzone von 8 Kilometern Radius gebildet und an dieser Stelle ein Elektrozaun gezogen.
In Tschechien hat man die Schweinepest  mit dieser "Zaunaktion" gut in den Griff bekommen und so besitzt das Land Vorbildcharakter.
In den unterschiedlichen Zonen sind reichlich Maßnahmen verordnet:
Der vom Land finanzierte Zaun soll von den Mitarbeitern der Landesforsten aufgestellt werden.
Brücken, Straßen, Flüsse und Ortschaften werden Lücken im Zaun verursachen. In Tschechien gab es trotz der Lücken Erfolge in der Bekämpfung der Seuche mit einem solchen Zaun.
Die Fallwildsuche soll in dem Gebiet verstärkt werden und eine Jagddruhe für ca. 3 Wochen wird verordnet, damit dass erkrankte Wildschwein nicht noch aus dem Gebiet gedrängt wird.
Von der Pufferzone soll später von außen nach innen eine Drückjagd stattfinden und in der Kernzone alle Wildschweine in einer sogenannten "ruhigen Jagd" erlegt werden.
Zum Abtransport der erlegten Wildschweine beim Ausbruch der Seuche sollen Leichensäcke verwendet werden, da sie nicht zerreißen und auslaufen können. (Es wurde im Kreis Segeberg getestet).

Beim Ausbruch der Seuche im Schweinestall wird der Betrieb gesperrt. Alle Tiere werden mit Gas/ Strom getötet. Eine Desinfektionsschleuse wird aufgebaut.
Alles Fleisch des Betriebes, was in den Schlachthof gelangte, wird zurückgerufen.

Hegeringleiter Seven Heesch dankte für die Ausführung und versprach die Unterstützung der Jägerschaft, falls die Seuche vor Ort auftauchen sollte, obwohl sich der ein oder andere teilnehmende Jäger der Veranstaltung nicht ausnahmslos am Aktionismus beteiligte.
"Zu seinen Aufgaben gehört die Hege und Pflege des Wildes und dessen Lebensraum und nicht die Aufgabe eines Seuchenbekämpfers", so der Redebeitrag eines Zuhörers. 

 MdL Heiner Rickers informierte über die gesetzlichen Verabschiedungen zum Thema und lobte die gute Zusammenarbeit im Landtag. "Die Jäger erhalten eine neue Wertschätzung und werden gebraucht", so Rickers.

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Hohenaspe im Febr. 2018

Wildunfall ohne Meldung ist strafbar

Traurige Nachricht  von Julia Schultz: 
"Neulich sind wir ganz früh schon beim Flohmarkt am Hungrigen Wolf gewesen. Auf der Rückfahrt fiel mir auf, dass sich dort - sehr ungewöhnlich - ein Reh auf dem offenen Feld niedergelegt hatte.
 Wir drehten um anzuhalten. Ich stieg aus, das Reh versuchte hoch zu kommen, aber da sah ich schon, dass der ganze Hinterlauf kaputt war und ich bin schnell die zwei Schritte zurück, um das Tier nicht noch mehr aufzuregen. Den Blick der Ricke werde ich nie vergessen.

Wir riefen den Jäger Hans Martens an und baten ihn dort hinzufahren. Er musste das Tier erlösen. Die Ricke war mit zwei Kitzen tragend, die dann auch im Bauch erstickt sind.
Ich finde es entsetzlich, dass jemand, der ein Tier anfährt, dann noch nicht mal bei der Polizei oder beim Jäger anruft.
Es ist leider auch das zweite Tier, dass ich innerhalb einiger Monate gefunden habe. 
Vielleicht wissen  einige nicht, dass sie den Unfall melden müssen und fahren einfach weiter."
                                In den Wintermonaten sammelt sich Rehwild als Familienverband (Sprung ) zusammen, also sind es meistens mehrere Tiere in dieser Zeit, die eine Straße überqueren. 

Hier zu den Verhaltensregeln bei einem Wildunfall:

Wer einfach weiterfährt und das angefahrene Tier ohne Meldung zurücklässt, verstößt gegen das Tierschutzgesetz und macht sich strafbar.
 Es gilt als erstes, die Unfallstelle zu sichern (Warnblinklicht, Warndreieck) und gegebenenfalls Verletzte zu versorgen beziehungsweise Rettungskräfte (112 wählen) zu rufen.
 Der Wildunfall muss der Polizei und/oder dem örtlichen Jäger gemeldet werden, es sei denn, es handelt sich um Kleintiere wie Igel oder Frösche.
 Ein totes Tier sollte wegen der Infektionsgefahr (zum Beispiel Tollwut) nur mit Handschuhen angefasst und an den Straßenrand gezogen werden.
 Verletzte Tiere nicht anfassen, sie könnten sich wehren. Stattdessen Abstand halten, damit der Stress für das Tier nicht noch größer wird.
Um verletzte Tiere kümmert sich der Jäger! Er spürt auch einem geflohenen Tier nach.
 Das tote Tier darf man auf keinen Fall mitnehmen, sonst macht man sich der Wilderei schuldig!

 Für die Wildschaden-Versicherung muss man sich den Wildunfall von der Polizei oder dem Jäger bestätigen lassen – das ist unter Umständen kostenpflichtig. Um den Unfall als Wildunfall zu dokumentiern, können auch Fotos hilfreich sein. Außerdem: Namen und Adressen von Unfallzeugen notieren.
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Kaaks den 7.1.2018

Kreisjägerschaft Steinburg Hegering 6 feiert erfolgreiche Jagd 


Unbeeindruckt vom Wetter versammelten sich am Sonntagabend Jäger zum „Verblasen der Strecke“ der letzten Raubwildwochen.
Durchaus zufrieden zeigte sich Hegeringleiter Seven Heesch mit dem Ergebnis der Jagd der 26 Reviere vom Hegering 6
Die Jagdhornbläsercorps Hohe Geest durften bei dieser Jagdveranstaltung mit einem letzten weidmännischen Gruß nicht fehlen:


20 Füchse und 2 Steinmarder wurden in der Zeit vom 23.12. 2017 bis zum 7.1.2018 zur Strecke gebracht.
Aus Hohenaspe sind zwei Füchse dabei, die auf der Jagd am Vortag erlegt wurden.

„Das Raubwild stellt durch die steigende Population in der Natur eine immer größer werdende Bedrohung für das Niederwild dar", und so sprach Heesch seinen Weidmannsdank an allen Beteiligten aus.
Nach den Hornsignalen vor dem Schießstand in Kaaks war ein gemütliches Treffen im neu renovierten Vereinsheim angesagt.
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Schenefeld den 5.11. 2017
Am Sonntagabend lud der Hegering 6 aus dem Kreis Steinburg zur Hubertusmesse ein und die Bonifatiuskirche, in der gut 350 Gottesdienstbesucher Platz nehmen können, war voll besetzt. 
Festlich hatten die Organisatoren die Kirche passend zur Hubertuslegende geschmückt und Pastor Manfred Kaiser sprach es gleich zu Beginn des Gottesdienstes an: "Eine ungewöhliche naturnahe Dekoration, ein ungewöhnlicher Gottesdienst in dem ein Heiliger im Mittelpunkt steht und dies in einer protestantischen Kirche." 
Martin Luther lehnte mit anderen Reformatoren die Heiligenanrufung ab, hielt Heilige aber als Vorbilder und so konnte Pastor Kaiser den Bogen zur traditionellen Hubertusmesse schlagen, denn in der Legende geht es um Achtung vor dem Geschöpf, welche sich mit dem jagdlichen Begriff der Waidgerechtigkeit verbindet.


Ein Gottesdienst mit Hörnerklängen des Kreisbläsercorps Steinburg und dem Parforcehornbläser Wilstermarsch verliehen der Messe einen besonderen Charakter. 
 Hegeringleiter Sven Heesch oblag die Begrüßung und MdL sowie Jäger Heiner Rickers erzählte, die aus dem Mittelalter überlieferte Legende vom heiligen Hubertus. 
Betont wurde von Rickers und Heesch, dass sich die Jagd auf die Pflicht der Hege begründet.
Die Bonifatiuskirche erstrahlte festlich in einem wunderschönen Kerzenlicht
Nicht fehlen durften die Bläsergruppe Steinburger Geest und die (nicht im Bild) Steinburger Jagdhörnchen.

Im Park vor der Kirche wurden nach dem Gottesdienst Getränke und ein gegrilltes Wildschwein geboten.
Alte große Bäume und die aufgestellten Feuerkörbe machten den Platz für diesen Abschluss zur top Kulisse.

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Kaaks den 9.9. 2017

Kitzretter erleben romantischen Abend am Lagerfeuer

Jäger bedanken sich bei Rehkitzrettern mit einem Abend in der Natur am Fischteich in Kaaks. 


Alle, die im Frühling an der Kitz-Rettung teilgenommen haben ( ein Bericht HIER), wurden per Whats-App vom Hegering 6 unter Leitung von Marten Witten zum gemeinsamen Grillen mit kühlen Getränken am Lagerfeuer eingeladen.

Mit diesem fröhlichen Beisammensein wurde den Teilnehmern für ihr Engagement gedankt, die Zeit und Mühe für die Suchaktion aufbrachten.
Marten Witten bedankte sich auch gleichzeitig bei den Landwirten, die das Mähen der Grünflächen mit den Kitzrettern abgesprochen hatten.
Bei dieser Aktion wurden 13 Kitze gerettet und alle sind stolz auf ihre Leistung.
Fotos von den vor einem qualvollen Tod verschont gebliebenen  Kitzen wurden gezeigt und schon jetzt ist klar, im Frühling 18 wird die Aktion wiederholt.
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Looft den 14.8.2017

Wildschweine und Störche in Looft

Gerade hatte ich die spontane Idee, die so selten gewordenen Sonnenstrahlen auszunutzen und nach den Störchen in Looft zu schauen.
Die gesamte Storchenfamilie traf ich fidel und munter trotz der vergangenen zahlreichen Regentage an.
Storch Arthur hielt vom Dach nach etwas Fressbaren auf dem Hof Trede ausschau.
Im Hintergrund auf dem Horst die Jungstörche mit Arthurs Lebensabschnittsgefährtin.
Seit über einer Woche können die Jungstörche fliegen und das ist gut so, denn Ende August werden sie vor ihren Eltern in den Süden abfliegen.
Mit dem Rad drehe ich noch eine kleine Runde in Loofts Feldmark und staune nicht schlecht, als vor mir ein kleines Wildschwein auf der Spurbahn humpelt.
Es war ganz offensichtlich verletzt, wie ich feststellen musste, als es vor mir auswich.
Ein verletztes Wildschwein - Jungtier

Das Jungschwein schleppte sich über den Knick mit einem verletzten Bein auf eine Koppel. Von einer Wildschweinrotte, der es nach dem Alter noch angehören müsste, war weit und breit nichts zu sehen.
Ein Jäger wurde über August Wilhelm Kruse (Loofter Bote), der zufällig des Weges kam, alarmiert.
Das Wildschwein wurde per Fangschuss von seinen Qualen erlöst.
Ich gehe davon aus, dass es von einem Auto angefahren wurde. Selbst als ich mit dem Rad auf dem Weg stand, sausten die Fahrzeuge an mir mit hohem Tempo vorbei.

Wildschweine soll es laut Herrn Kruse in Loofts Feldmark recht häufig geben.
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Drage den 1. Juli 2017

Sommerfest vom Feinsten 


Beim diesjährigen Sommerfest des Hegering 6 war es so, als ob irgendjemand mal eben beim Wetter den Schalter umgelegt hat. Pünktlich zum Start der Veranstaltung kam die Sonne hervor und der Dauerregen der letzten Tage war verschwunden. 
 In der Hansch-Arena in Drage trafen sich zum alljährlichen Sommerfest Jäger und Jagdfreunde.
Für dessen Vorsitzenden Sven Heesch war die Resonanz mit über 100 Besuchern der beste Beweis, dass Idee und Umsetzung gelungen waren.
Gegrillt wurden 30 Kilogramm Wildfleisch und 150 Gourmet-Wildbratwürste dazu gab es Salate und diverse Getränke. Insgesamt also die besten Voraussetzungen für ein erfolgreiches Sommerfest.

Hornsignale von der Bläsergruppe Steinburger Geest durften an diesem Abend nicht fehlen:

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Kaaks den 22.5.2017

Rehkitzretter in Kaaks

Mitorganisator der Aktion Rehkitzrettung Kaaks - Marten Witten mit dem 11. geretteten Kitz.
Am Abend wurden erneut zwei weitere Kitze beim Ablaufen der Wiesen von der Gruppe entdeckt. 







Kaaks den 20. und 21.5.

Kitzretter im Einsatz

In Kaaks wurden an allen Haushalten Handzettel verteilt, die zum Mitmachen der Kitz- Rettungsaktion aufrief. Jeder konnte sich bei einer WhatsApp - Gruppe unverbindlich anmelden.

Über die  WhatsApp - Gruppe, die sich "Kitzrettung Kaaks" nennt, wurden den Kaaksern in einer Aktion der Jäger vom Hegering 6 mitgeteilt, wann und wo die nächste Wiese gemäht wird und wo man sich vorab treffen will, um die Flächen abzulaufen, damit die dort abgelegten wenige Tage alten Rehkitze, vor einem sicheren grausamen Tod gerettet werden.

Am Samstag fanden sich, wie am Sonntagvormittag zahlreiche Teilnehmer auf dem Hof Fischer in Kaaks ein. Die Aktion verlief überaus erfolgreich.
Auf rund 65 Hektar Weideland, das innerhalb sehr kurzer Zeit gemäht werden sollte, fanden die Kitzretter insgesamt 9 Tiere im hohen Gras.
Die Kitze wurden in einem Korb am Rand der Wiese solange abgelegt, bis die Wiese komplett gemäht war. 
Jungjäger Marten Witten berichtet, dass auch ein Entengelege im hohen Gras entdeckt wurde. Mit einem Stock wurde die Stelle markiert und konnte so vom Mäher verschont bleiben.
Opfern ihre Freizeit für einen guten Zweck: Die Kitzretter (Aufnahme vom 21.5.)
Am Samstag wurden 8 Stunden (inklusive eine Stunde Mittagspause) gesucht und am Sonntag bislang 2 Stunden. Immer waren zwischen 15 und 30 Personen dabei.
Im hohen feuchten Gras zu waten, ist anstrengend und die Füße werden trotz Gummistiefel nass.
In enger Reihe werden die Wiesen abgelaufen.
Foto: Dachshunter
Erfolgserlebnisse, wie hier auf einer Wiese bei Steinörtchen, lassen die Mühen vergessen. Koordinator der Aktion - Heiko Fischer ( Milchhof Fischer Kaaks) mit dem inzwischen 7. geretteten Kitz  an diesem Wochenende.
Fotos: Marten Witten und Birte Hack

Die Aktion läuft weiter: Gerade wurde ein neuer Termin für den 21.5. durchgegeben. Gemäht wird noch am Abend. Treff 19 Uhr wie gehabt.
Bei dieser Aktion wurden zwei weitere Rehkitze entdeckt und gerettet. 
Marten Witten bringt die beiden Kitze in Sicherheit.
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 Looft den 10.3.2017

 Hegering 6 von der Jägerschaft Kreis Steinburg e.V. trifft sich zur Jahreshauptversammlung

Der Vorsitzende vom Hegering 6, Sven Heesch aus Mehlbek, begrüßte alle Teilnehmer und kündigte im Bericht des Hegeringleiters gleich zu Beginn eine längst fällige Gebührenerhöhung für die Jäger an.
Gebühren sollen auch für die spontanen Waffenkontrollen des Ordnungsamtes anfallen, aber da ist laut Heesch noch nicht das letzte Wort gesprochen, da man nicht einsehen würde, wieso sie diese Kontrollen selbst finanzieren sollten. Der Vorstand hofft auf Unterstützung vom MdL Heiner Rickers.
Stolz ist der Hegering 6 auf den in Eigenleistung renovierten Schießstand in Kaaks. Sven Heesch bedankte sich bei allen, die sich mit Spenden und Arbeit am Vorzeigeprojekt beteiligt haben.

Es gibt Änderungen im Abschussplan für Rot-, Dam- und Rehwild. Der Abschussplan für Rehwild wurde vom Landesverband ganz abgeschafft, da übermäßiger Wildverbiss und Schälschäden dem Wald zu schaffen machen, wie auch Förster Jan Hinrich Bergmann von der Försterei Drage bestätigte.
 Er hätte für 100.000,- Euro Neuanpflanzungen getätigt und es würde ein großer wirtschaftlicher Schaden durch überzählige Huftiere entstehen. 
Der Abschuss von Hirsch-, Dam- und Rehwild war im letzten Jahr Rückgängig. Den Wegfall des Abschussplanes für Rehwild tragen nicht alle Jäger mit.
 Der Vorstand vom Hegering 6
 Volles Haus im Landhaus Looft. An die 100 Weidmänner (und auch Weidfrauen) folgten der Einladung zur Jahreshauptversammlung.
Geehrt wurden für 40 Jahre Mitgliedschaft im Landesjagdverband:
Ingo Beck, Gustav Becker, Horst Harder, Hans-Hinrich Martens und Hans Wohlers.
Geehrt wurden für 25 Jahre Mitgliedschaft im Landesjagdverband (untere Foto):
Ernst-August Holm, Wilhelm Jessen, Robert Looft, Dirk Stahl und Peter Stieper.
Durch die Trophäenschau führten Kreisjägermeister Matthias Sagebiel und Peter Stieper vom Hegering 6.
Die drei stärksten Bocktrophäen wurden mit Gold, Silber und Bronze ausgezeichnet.
Reverent Volker Randschau informierte anschaulich über Rechte und Pflichten eines Jägers im Revier.
Hunde dürfen in Feld und Wald nicht freilaufen, es sei denn, es sind Jagdhunde in der Ausbildung.
Die Aufklärung an Hundehalter, die sich nicht an diese Vorgabe halten, unterliegt Jedermann.
Alle anderen Maßnahmen dürfen nicht erfolgen. Aufnahme von Personalien, das Festhalten oder ähnliches darf nur bei einer Straftat vollzogen werden. Einen Hund frei im Wald und Feld laufen zu lassen sei eine Ordnungswidrigkeit, klärt Randschau auf.
Das Betreten des Waldes ist nur auf den Wegen gestattet und am Tag. Nachts ist es laut Randschau verboten, den Wald zu betreten. 
Die Opmänner mit den Jahresberichten

Hier geht es zur Diashow der Veranstaltung mit den Jagdstrecken 2016. 
Dort wurden die in den 30 Revieren des Hegerings 6 erlegte Tiere, einschließlich verendeter aufgefundener Tiere (Fallwild) und die durch Straßenverkehr und Bahn getöteten Tiere aufgeführt. 


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Hohenaspe den 3.3. gegen 13 Uhr 2017

Kraniche sind da

Gerade waren die unverkennbaren Trompetenrufe der Kraniche in Hohenaspe zu hören.
Sie müssen hier in der Nähe Rast machen. Also, Augen auf beim Spaziergang.
Kraniche bei Hohenaspe
Foto: Ende Februar 2014 Nähe des neuen Friedhofs in Hohenaspe
Erste Kraniche kommen zurück HIER
Rehwild im März
Kraniche konnte ich an diesem Tag leider nicht entdecken.
Dieses hübsche Rehwild bekam ich dafür Nähe Looft vor die Kamera

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Hohenaspe den 4.11.2016

Der überfahrene Marder Nähe Ohl  (kurz vor der Kreuzung) war ein Baummarder

Ich habe mit dem Pkw angehalten und mir das Tier genauer angeschaut (die Verletzungen waren arg). Die Brust des Tieres war auffällig gelb und das irritierte mich bei der Bestimmung. 
Die Gelbfärbung an der Brust soll das Erkennungszeichen für einen Baummarder sein, wie ich gerade herausgefunden habe.
Baummarder halten sich nicht wie Steinmarder in Siedlungen auf, sonder leben in Wäldern.
Vielleicht ist er vom Baum gefallen und wurde überfahren.
Wie ich später bei der Hegering 6 - Jahreshauptversammlung mitbekam, wurde noch ein weiterer Baummarder - umgekommen auf einer Straße - entdeckt. 
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Hohenaspe im Mai 2016 - Bericht und Foto Sören Reimers:

Führungswechsel bei der Jagdgenossenschaft Hohenaspe 

 Im Mittelpunkt der ordentlichen Genossenschaftsversammlung der Jagdgenossenschaft Hohenaspe stand die Neuwahl des Jagdvorstandes. Gemäß der Genossenschaftssatzung beträgt die Amtszeit des Jagdvorstandes vier Jahre.

25 stimmberechtigte Jagdgenossen waren anwesend.
Jagdgenossen sind die jeweiligen Eigentümer/innen der zum gemeinschaftlichen Jagdbezirk gehörenden bejagbaren Grundstücke.
In diesem Jahr stand der bisherige Vorsteher Hans Wilhelm Witt nach 28 Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung.
Zum neuen Vorsitzenden wurde Rolf Labrenz gewählt. 
Sein Stellvertreter wurde Sönke Tödt.
Die Genossenschaftsversammlung wählte außerdem Volker Eicke und Reiner Voß zum Beisitzer. Sören Reimers wurde als Schriftführer und Kassenwart wiedergewählt.
Als Dank für seine 28 jährige Tätigkeit ernannte die Jagdgenossenschaftsversammlung Hans Wilhelm Witt zum Ehrenvorsitzenden.
Sönke Tödt, Sören Reimers, Rolf Labrenz, Reiner Voß, Hans Wilhelm Witt, Volker Eicke (von links)
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Looft den 11.3. 2016

Jahreshauptversammlung vom Hegering 6 

Kreisjägermeister Matthias Sagebiel bei der Trophäenbesprechung im Landhaus Looft vor über hundert Jägern des Hegerings 6 aus insgesamt 27 Revieren.
Unregelmäßige Gehörnformen weisen auf Krankheiten oder Mangelerscheinungen ( im Foto) eines Rehbocks hin
Vorsitzender: Sven Heesch aus Mehlbek ehrt und informiert über das Jagdrecht
Im Rahmen des Jahresberichtes informierte Hegeringleiter Sven Heesch über aktuelle Vorgänge sowie über die Situation der heimischen Reviere.
Alle Mitglieder wurden um eine Spende für die umgebaute Schießanlage gebeten.
Der Schießstand in Kaaks wird von der Kreisjägerschaft für das Ausbildungs- und Prüfungsschießen zur Erlangung des ersten Jagdscheines sowie zum Übungs-, Vergleichs- und Leistungsschießen der Jägerschaft unterhalten und wird derzeit modernisiert.
Die Rahmenbedingungen sind inzwischen geschaffen.
 Es fehlt der noch der „Laufende Keiler", der  nach DJV-Vorschrift  eine sehr gute Übungsmöglichkeit bietet, um die persönliche Schießfähigkeit zu trainieren und zu steigern.

Der Hegering 6 wünscht wie viele Jagdverbände, dass der unter einem besonderen Schutz stehende Wolf, in das Jagdrecht aufgenommen wird.
Im Notfall dürfte ein Jäger dann einem  verletzten - vielleicht angefahrenen - Wolf den Gnadenschuss geben.
Momentan müssten Weidmänner bei einem solchen Fall vorerst einen Polizeibeamten/ einen Tierarzt an ihrer Seite haben, weil die Jägerschaft sich sonst strafbar machen würde.
Der  LJV wünscht sich, einen offenen Dialog mit Naturnutzern und Umweltverbänden führen zu können. 
Kreisjägermeister Matthias Sagebiel legte den Anwesenden nahe, sich bei der Erntejagd an alle Vorsichtsmaßnahmen zu halten.
In diesem Jahr gibt es im Hegering 21 Jagdscheinanwärter ( davon 6 Frauen), die im April ihre Prüfung ablegen werden.
Es folgten die Berichte der Obmänner/ frauen für Hundewesen, Schießwesen und Öffentlichkeitsarbeit aus deren Amt sich Meike Dose nach 10 Jahren Tätigkeit verabschiedete.
Auch der Posten Obfrau für Hundewesen Elvira Schwarz stand neu zur Wahl.
Geehrt wurden auf dieser Jahreshauptversammlung neun langjährige Jäger mit 25 und 40 jähriger Mitgliedschaft.
Der Obmann für Jagdhornbläser Sascha Reimer ehrte das Mitglied der Bläsergruppe Hohe Geest Kurt Lahan, der seit 30 Jahren aktives Mitglied der Jagdhornbläser vom Hegering 6 ist.

Der Kreisjägermeister ging zu den Jagdstrecken über:

Erlegt wurde zum Beispiel im Revier Gut Mehlbek Anfang Januar ein Sikahirsch, der in dieser Region eigentlich nicht vorkommt und dem Rothirsch ähnlich sieht, aber etwas kleiner ist.
Es wird vermutet, dass er aus dem inzwischen geöffneten Gehege aus Wacken stammt. Das Sikawild ( das ganze Jahr über getupft) kann sich mit dem Rotwild paaren, die Nachkommen sind aber zeugungsunfähig.


Jagdstrecken 2015 Hegering 6: 


Jan Meyer aus Itzehoe erhielt eine Goldmedaille vom stellvert. Hegeringleiter Peter Stieper für den erlegten sehr alten Rehbock mit besonderen Gehörn.
 Der Jäger aus Itzehoe hatte bereits vor 5 Jahren die Jagdprüfung abgelegt und den überfälligen Bock im Revier Huje entdeckt.
Die ausgezeichneten Trophäen werden bei der Kreisversammlung am 08.04.2016 in Wilster im Colosseum präsentiert.
Anstehende  Termine: 
23.03.2016 Hochwildhegeringversammlung in Lockstedt Beginn 19.30 Uhr
08.04.2016 Kreisversammlung in Wilster im Colosseum Beginn 19.30 Uhr
08.10.04.2016 Outdoormesse Jagd, Fisch und Natur in den Holstenhallen in Neumünster
09.04.2016 Landesjägertag in Neumünster 29.05.2016 Landesbläserwettbewerb in Wilster
06.11.2016 Hubertusmesse in Kellinghusen Beginn 18.00 Uhr
Ehrungen 25 Jahre: Betti Schwerdtfeger
Ehrungen 40 Jahre: Fiete (Friedrich) Stieper, Max Hinrich Schrum, Dieter Schade, Claus Peter Ralfs, Rudolf Kühl, Michael Gadow, Jürgen Eggers und Hans Jürgen Böge

Gewählt im Hegering 6 sind:
Hegeringleiter: Sven Heesch, Sellv. Hegringleiter: Peter Stieper, Bläserobmann: Sascha Reimer, Hundeobfrau: Norma Blanck, Obmann für Öffentlichkeit: Eckard Meyer, Schießobmann: Torsten Holm, Schatzmeisterin: Birthe Kühl, Jugendwart: Max Petersen, Beisitzer: Steffen Voss und Norbert Dieckmann

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Looft am Jahresende 2015:

Totes Rehwild

Krähen weisen darauf hin: Hier liegen Tierkadaver auf einem Feld.
Ob es sich um gerissenes oder abgelegtes Rehwild handelt, will ich von der Jägerschaft in Looft wissen. Leider konnte mir niemand bislang Auskunft geben.




Mein Artikel in der Norddeutschen Rundschau vom 3. Sept. 2015:

Drage den 26.6.2015

Sommerfest der Jägerschaft Hegering 6 ein voller Erfolg

Hornsignale von der Bläsergruppe Steinburger Geest

Der Vorsitzende vom Hegering 6  und gleichzeitig Kreisvorsitzender Sven Heesch aus Mehlbek bei der Begrüßung der Gäste

Sven Heesch äußert Kritik über den Umgang der Landesregierung zum Thema Wolf.


Gut besucht war die " Hansch-Arena" auf dem Sportplatz in Drage.
Der Hegering 6 aus der Kreisjägerschaft Steinburg e.V. hatte zu ihrem traditionellen Sommerfest eingeladen.
Es sollte auch in diesem Jahr eine gemütliche Veranstaltung in netter Runde mit Jägern, Jagdfreunden, Nachbarn und Bekannten werden.
Über 100 Gäste fühlten sich von der Einladung angesprochen und der Vorstand vom Hegering 6 hatte nicht zu viel versprochen.
Begrüßt wurden Ehrengäste wie Mathias Sagebiel - Kreisjägermeister, Fiete Tiemann Kreispräsident AD und zahlreiche andere Hegeringleiter aus dem Kreis Steinburg.
 Es entwickelte sich ein diskussionsfreudiges Treffen, bei dem Meinungen im Austausch über Jagd/Politik im Mittelpunkt standen.
Bleifreie Köstlichkeiten vom Grill wurden geboten und verdursten brauchte niemand.
Ein aufgestelltes Zelt, wurde erst in den späteren Abendstunden genutzt, da der Himmel an diesem Abend dicht hielt. 
Die Bläsergruppe Hohe Geest unter Leitung von Ingo Beck eröffnete die Veranstaltung in der "Hansch-Arena" in Drage mit klaren Jagdsignalen.

                     Bläsergruppe Hohe Geest mit dem Signal Damwild tot

Damwild steht ganz in der Nähe vom Veranstaltungsort und bei meiner letzten Aufnahme vor wenigen Tagen, wirkten die Tiere sehr mobil. 
Vor den Jägern braucht dieses Wild sich augenblicklich nicht zu fürchten, da Schonzeit ist und außerdem die Jägerschaft eher  mit Recht stolz auf ihr Damwildrudel im Drager Forst ist.


Damhirsche, deren Geweihe sich in dieser Zeit neu entwickeln, sind am Rande des Waldabschnittes "Tiergarten"  zu beobachten.

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den 21.8. 2015 Kaaks /Hungriger Wolf

Kitzrettung

In diesen Tagen hat die Jägerschaft in den Gemeinden viel zu tun.
Der erste Grasschnitt wird bei wechselndem Wetter eingefahren und da der Mähtermin mit der Setzzeit von Kitzen zusammenfällt, kann das Absuchen der Wiesen mit Jagdhunden zur Vergrämung (Vertreibung) helfen, Wildtierverluste zu vermeiden.

Bislang war die Jägerschaft in Kaaks und am Gelände Hungriger Wolf sehr erfolgreich. 8 Kitze haben die Männer auf den großen Weideflächen entdeckt und damit wahrscheinlich Tierleben gerettet. Das Fiepen der teilweise gerade abgelegten Kitze, brachte die Ricken auf den Plan, als die Jäger den Reh-Nachwuchs vor dem sicheren Mähtod aus der Weidefläche tragen.  Aber es hilft nichts, das Ducken im tiefen Gras schützt zwar vor dem Fuchs (Wolf), aber nicht vor dem Kreiselmäher. Ein Jäger bat seine Kinder am Absuchen der Weide teilzunehmen. Die Schüler hatten eigentlich andere Pläne für den Nachmittag und gingen der Aufforderung nur ungern nach, da die Jagd das Hobby ihres Vaters sei und nicht das ihrige. Beide Kinder sollen jeweils ein Kitz gefunden haben und nun glücklich über ihren Rettungseinsatz sein.
Ältere Aufnahme einer Kitzrettung in Hohenaspe
Sorge bereitet den Wildrettern, dass die Kitze manchmal nach der Aussetzung auf einem Knick oder auf einem Feld die Ricken ihren Nachwuchs wieder in das hohe Gras zurückführen. Lösungen, wie die Kitze unter einem Korb oder einer Kiste so lange im Schatten zu postieren, bis die Grünfläche gemäht wurde, bedeut für Ricke und Kitz Stress, ist aber sicher allemal besser als dem Schneidwerk zum Opfer zu fallen. Es sind noch große Flächen abzulaufen, die in den kommenden Tag gemäht werden sollen. Bei regnerischem Wetter im hohen Gras ist die Aufgabe nicht leicht und so freut es alle Beteiligten, wenn es die vielen Mühen wert ist.
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 den 30.8.2014

Landesregierung entscheidet sich für den Kampf gegen die Katzenplage

Es ist bislang einzigartig in Deutschland, was die Kieler Landesregierung vorhat: Sie will Gelder für die Kastration von Katzen freigeben. Zum Artikel der SHZ geht es HIER


Bei meinen Radtouren treffe ich ständig wildernde Katzen in der Feldmark an und so freue ich mich persönlich über den  Vorstoß der Landesregierung sehr, auch wenn er zu bürokratisch ist.

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 Looft den 9.8.2014

Blank polierte Jagdhörner glänzen in der Sonne beim Jagderlebnistag in Looft.

 Jagderlebnistag in Looft 

Einen aufwendigen Ablauf für diesen Tag hatten sich 14 Jäger der Jagdgemeinschaft Looft einfallen lassen, um einem interessierten Publikum über die Aktivitäten der Jägerschaft zu informieren. 

Mehr Öffentlichkeitsarbeit über die Jagd in den Revieren ist in heutiger Zeit notwendiger denn je und eine sachliche Aufklärung über Aufgaben und Anliegen der Jagd- verpackt in einem feierlichen Rahmen - ist ideal.
Wer den Weg nach Looft erst einmal gefunden hatte, konnte dann mit Hilfe der Hinweisschilder im Ort auch zum Veranstaltungsplatz - dem Sportplatzgelände der Gemeinde- gelangen. Der Sprecher der Jagdgemeinschaft Manfred Kock begrüßte alle Gäste herzlich und kündigte zu Beginn die Bläsergruppe Hohe Geest an, bevor es zum Programmteil "Jagdhunde Live erleben" ging. Hier wurde die Arbeiten mit ausgebildeten Jagdhunden sehr anschaulich vorgeführt und vom Publikum mit Applaus belohnt. Rassen wie Großer Münsterländer und Kleiner Münsterländer, Deutsch Drahthaar, Deutsch Langhaar, English Setter, Weimaraner und der Jagdterrier wurden vorgestellt. Mit einem Informationsstand konnten die  aktiven Jäger für die Belange des Naturschutzes und für die Jagd interessieren und begeistern. Zielsicherheit durfte man beim Luftgewehrschießen und beim Bogenschießen beweisen. Kaffee und Kuchen gab es im Zelt und Stockbrot in der Glut eines offenen Feuers backen, bereitete nicht nur den jüngeren Teilnehmern der Veranstaltung Spaß. Leckere Spieße vom Grill gab es gegen Abend und ein frisch gezapftes Bier durfte dazu natürlich auch nicht fehlen.
Zum Fotoalbum der Veranstaltung geht es HIER

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Drage 5.7. 2013

Schönstes Wetter für das Sommerfest der Jägerschaft  im Drager Hansch. Der Hegering 6 gehört zum Deutschen Jagdschutzverband und besteht aus 27 Revieren mit 120 Mitgliedern, von denen ein großer Teil zum geselligen Beisammensein in Drage eintraf.
Das geräumige und hübsch dekorierte Festzelt auf dem Platz im Hansch, wurde bei den sommerlichen Temperaturen nicht so stark genutzt wie noch am Wochenende zuvor.

Hegeringsleiter Sven Heetsch aus Mehlbek begrüßte die zahlreich erschienen Gäste. Saubere Töne aus den Jagdhörnern der Bläsergruppe Hohe Geest unter Leitung von Ingo Beck stimmte das traditionelle Fest ein.

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Jäger vom Hegring 6 in Hohenaspe retten Kitzen das Leben

Dieses Kitz ist nicht älter als 24 Stunden und hätte noch eine Lebenserwartung von ca 12 Stunden, denn dann wird die Wiese auf der sich das Kitz geduckt im Gras versteckt, gemäht.

 Die Stimmung der 7 Waidmänner aus Hohenaspe ist besser als die Lage: Der erste Grasschnitt auf den Grünflächen bereitet den Jägern Sorgen.  
Von 300 Hektar Weideland um Hohenaspe wird ein Großteil jetzt im Mai gemäht, denn Gras ist das Grundfutter für Kühe und die Milchlieferanten gibt es in Hohenaspe reichlich. Leider fällt der Mäh-Termin mit der Geburt der Rehkitze zusammen. Die Wiese ist der ideale Lebensraum für die neugeborenen Rehe. Im Dschungel der Grashalme sind sie fast unauffindbar. Der fehlende Eigengeruch, das gefleckte Fell und der fest auf den Boden gedrückte Reflex bei Gefahr, sind die perfekte Tarnung.
Die Jägerschaft Hohenaspe möchte verhindern, dass die Wiese ein Friedhof für Wildtiere wird und so bietet federführend Kreispräsident und Jäger Fiete Tiemann den Landwirten an, bevor sie die Grünfläche mähen, ihn zu informieren, damit er mit ein paar anderen Waidmännern die Wiese am Tag zuvor ablaufen kann. Von den genannten 300 ha Weideland wurden von den Jägern vor Ort gerade mal 20 ha vor dem Schnitt abgelaufen, denn reichlich Informationen über einen anstehenden Grünschnitt erhalten die engagierten Jäger von den Landwirten nicht, obwohl diese zu einer Geldstrafe verurteilt werden können, wenn sie die Mitteilung des Mähtermins, damit ein Jäger "Vergrämungs- und Verscheuchungsmaßnahmen" treffen kann, unterlassen hat. Oft ergreifen Landwirte allerdings eigene Maßnahmen um das Rehwild vor dem Mähen zu warnen, denn niemand verletzt ernsthaft gern ein so schutzloses Tier.
Das Wichtigste bei der Kitz-Rettung ist die Kooperation mit den Landwirten berichtet Fiete Tiemann. So meldete sich Landwirt Hans Hermann Hilbert aus Drage bei Tiemanns um den nächsten Mähtermin mitzuteilen. 7 Jäger plus Jagdhund Adda und ein Wärmemelder fanden sich am Vorabend des geplanten Grünschnittes vor der Koppel (von der 4 Ricken flüchteten) zusammen, um die Grünfläche abzulaufen. Schon nach kurzer Zeit wurden sie fündig: Jäger Kurt Lahann entdeckte ein gut verstecktes Kitz. Es handelte sich um ein ca ein Wochen alten Kitzbock, den alle Sucher sofort nach dem Finder also „Kurt“ benannten. Fiete Tiemann zog die extra mitgenommenen Handschuhe an und trug es zu dem sicheren Knick. Die Wahrscheinlichkeit, dass es von der Mutter später zur Wiese zurückgebracht wird, ist gering, weil die Witterung vom Hund und die Unruhe auf der Wiese die Ricke veranlassen wird, das Kleine aus der Gefahrenzone zu bringen. Kitz Nummer 2 fand dann Jäger Hans-Hinrich Martens und da es sich ebenfalls  um einen gerade mal einen Tag alten "Bock"  handelte, heißt er nun Hans-Hinrich. Als die Jäger zur zweiten Koppel aufbrachen, waren die Ricken schon auf Suche nach ihren Kitzen. Das traurige daran: Es waren 3 Ricken, es wurden aber nur 2 Kitze gefunden. Ganz traurig wurde es, als die Jäger vor der zweiten Weide standen - sie war bereits abgemäht.
 Aktiv bei der Suche dabei: Ehepaar Carstens ausgestattet mit einem Wärmeanzeiger

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Hegring 6 Versammlung am 2.3. 2012 im Gastaus Herbst in Drage
Der Hegering 6 besteht mit 193 Mitglieder aus 27 Revieren die auf der Seite der Kreisjägerschaft einsehbar sind
Der seit 8 Jahren Vorsitzende vom Hegering-Bezirk - Hans Hinrich Thode - gab an diesem Abend nach 20 jähriger Vorstandsarbeit seinen Vorsitz ab. Der Drager Landwirt und Jäger bedankte sich bei der Jägerschaft und vor allem bei dem Vorstand für die gute Zusammenarbeit und für die so notwendige Unterstützung in all den Jahren. Einstimmig wurde Sven Heesch aus Mehlbek für den Vorsitz gewählt. 

Der neu gewählte Vorstand von den 90 anwesenden Mitgliedern von rechts: Sascha Reimer (Obmann für Jagdhornbläser), Sven Heesch ( Vorsitzender), Meike Dose (Obfrau für Öffenlichkeitsarbeit), Peter Stieper (Stellvertretender Vorsitzender), Elvira Schwarz (Obfrau für Hundewesen), Michael Gadow (Obmann für Schießwesen) und Thorsten Holm (Kassenwart)
Bei der Versammlung war auch die Kreisjägerschaft Steinburg vertreten: Schriftführer Kurt Kunkelmoor, Schatzmeister Frank Jordan, Vorsitzender Arnd Lüttringhaus sowie Stellvertreter Matthias Sagebiel. 
 Die Jäger und Jägerinnen des Bezirkes stellten ihre im vergangenen Jagdjahr (ab 1. April) im Rahmen des Abschussplanes erlegten und bewerteten Trophäen auf, zu denen Matthias Sagebiel  Informationen gab. Zum Beispiel seien auffällig viele abnorme Geweihe dabei, die ein Zeichen für Verletzung oder Krankheit wären. Grund dafür könnte hier der überaus strenge Winter im letzen Jahr gewesen sein.
Wildnachweisung   I  + II
Weiter informierte Matthias Sagebiel in seinem Streckenbericht, dass der Schwarzwildbestand rapide abgenommen hat. Der letzte Artikel in der SHZ über den starken Wildschweinbestand im Kreis würde so nicht zutreffen. 
Die Ehrungen an diesem Abend nahm Arnd Lüttringhaus  für 25 jährige Mitgliedschaft vor.
Siehe Diashow

Jäger nach erfolgreicher Drückjagd am 4.12. in der Gaststätte Herbst in Drage
Drückjagd bedeutet Jagd auf Schalenwild (als Schalenwild wird alles Wild bezeichnet, welches auf Schalen (= Hufe) zieht - also dem Jagdrecht unterliegenden Paarhufer wie Damwild, Rotwild, Schwarzwild und  Rehwild).
Das Rehwild hat in unserer Region keine natürlichen Feinde - in den letzen Jahren ist der Bestand stätig gestiegen. Verkehrsunfälle in der Dämmerung mit diesem Wild sind nicht selten. Durch den großen Bestand an  Rehwild gibt es einen höheren Verbiss an Forstpflanzen. Nach meiner eigenen Beobachtung gibt es immer weniger Niederwild und vom angeblich übermäßig vorhandenen Schwarzwild (Wildschweine) habe ich in dieser Region auch noch nichts gesehen.
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Der ehemalige Drager Revierförster Dietmar Gottfriedsen ist am 8.11. 2011 mit 58 Jahren verstorben
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Nov. 2011
Mäusebussard (Ortsausfahrt Hohenaspe) durch das Autofenster abgelichtet. Der Greifvogel ernährt sich größtenteils von Mäusen. Vögel stehen eher beim Habicht und beim Sperber auf der Speisekarte.
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Fotos von der Hubertusmesse in einer Diashow -bitte auf den Pfeil "klicken" alles andere läuft automatisch

Das  Jagdhorn -Signal "Treibermarsch" bläst hier der Bläsercorps Steinburg
Hubertusmesse am 6.November 2011 mit der Bläsergruppe Hohe Geest und Hegering 6, dem Bläsercorps der Kreisjägerschaft Steinburg, die unterstützt wurden von den Steinburgern Hörnchen (in Leitung von Dr. Elmar Lubenow). Außerdem dabei der Parforcehorngruppe Wilstermarsch  unter der Leitung von Dr. Ulrich Moßner.Frau Pastorin Stefanie Warnke stellte zu Beginn der Messe fest, dass die Kirche wie nur sonst am Heiligabend gefüllt  ist. Alle mussten auf den Bänken zusammenrutschen, damit auch die letzten Messebesucher Platz finden konnten. In der jagdlich geschmückten St. Michaelis- Kirche kam etwas wie eine feierliche Weihnachtsstimmung auf. Zwar war die Parforcehornguppe aus der Wilsermarsch für das ein oder andere Ohr etwas zu laut, aber die Töne waren sauber und klar geblasen und wenn man bedenkt, was für eine alte Tradition hinter dieser Veranstaltung steckt (sicher älter als das Weihnachtsfest), gab es an diesem Abend so etwas wie "Gänsehaut-Feeling".
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Jäger retten Rothirsch aus misslicher Lage (Foto und Text von Meike Dose)
Am Sonntagmorgen (30.9.) konnte in Looft ein Rothirsch vor dem sicheren Tod bewahrt werden. Der Jäger Manfred Kock war an diesem Morgen mit seinem Hund Cliff im Revier unterwegs und wurde durch den Hund auf zwei Hirsche aufmerksam gemacht. Diese befanden sich in einem etwas tieferen Graben und waren mit Elektrolitze, welche sich in den Geweihen verheddert hatte, zwangsweise aneinander gefesselt. Ein Hirsch war bereits verendet. Es ist davon auszugehen, dass dieser bei Befreiungsversuchen an einem Genickbruch verendet ist. Schnell wurden Jägerkollegen herbei gerufen. Gemeinsam entschied man sich dafür den verbliebenen - immer noch um die Freiheit ringenden Hirsch, aus seiner misslichen Lage zu befreien. Eine nicht ungefährliche Situation, da der Rothirsch mit seinem Geweih einen Menschen erheblich verletzten kann. Nach ca. einer viertel Stunde gelang es den Jägern das Wildtier loszuschneiden. Hierzu hatte man ein Messer an einem langen Stock befestigt und eine Litze nach der nächsten durchtrennt. Der Hirsch machte sich erhoben Hauptes auf und davon und war als bald im nahe liegenden Forst verschwunden.
Leider passieren Wildunfälle dieser Art immer wieder. Es ist kein Einzelfall, dass Hirsche mit ihren Geweihen in einem Zaun hängen bleiben und qualvoll verenden. Das Tier entkräftet und muss im schlimmsten Fall durch einen gezielten Fangschuss vom Leid befreit werden. Häufige Ursachen sind nicht ordnungsgemäß entsorgtes weißes Elektroband zur Einfriedigung von Pferdekoppeln. Dies wird oft achtlos zurückgelassen  und für  Wildtiere oftmals zur tödlichen Falle. Es wäre wünschenswert, wenn  ausgedienter Draht fachgerecht entsorgt wird, damit  Leid den Tieren erspart bleibt.
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Landschaft bei Hohenaspe
Das war lustig: Ganz versunken habe ich gerade (19.8. 16 Uhr) an der Tonkuhle in Mehlbek Fotos vom Rainfarn aufgenommen. Als ich durch den Fokus schaue, wundere ich mich über das braune Motiv im Hintergrund.
Die Ricke bemerkte mich erst gar nicht, nur das Klicken vom Fotoapparat machte sie stutzig. Dann war sie genau so überrascht wie ich. Aber wir nahmen es mit Gelassenheit. Immerhin sind wir uns in einem freien Gelände und nicht in einem Tierpark begegnet.
Der Wasserstand der Tonkuhle ist angestiegen
Heute (24.8. 2011) hatte ich das Glück ein recht selten gewordenes Tier vor die Kamera zu bekommen:
Der Uhu ist mit seinem in hellen und dunklen Brauntönen gemusterten Gefieder und der Spannweite (70 bis 180 cm) kaum zu verwechseln. 
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Sommerfest vom Hegering 6 auf dem Sportplatz in Drage (Hansch) am 9.Juli 2011 mit der Bläsergruppe -Hohe Geest- unter der Leitung von Ingo Beck
Hier das sauber geblasene Signal "Begrüßung" - leider aber nicht so sauber gefilmt -sorry!
Die Bläser vom Verein "Hohe Geest" treffen sich einmal in der Woche zum Üben in Hohenaspe im Gasthaus zur Linde oder bei Meike Dose in Looft. Freuen würden sie sich - laut Ingo Beck- wenn sie noch weitere Bläser-Unterstützung von neuen Mitgliedern erhalten würden. Selbst Anfänger könnten in kurzer Zeit die 5 Töne mit dem Jagdhorn erlernen.
Beim diesjährigen Sommerfest des Verbandes gab es u.a. Spezialitäten wie gegrilltes Rehfleisch.
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Storchennest-Aktion am 4.3.2011Das alte Strochennest wurde laut Konrad Sinn von einem Fischreiher zerstört und so organisierte Fiete Tiemann (Hegering 6)den Bau eines neuen attraktiven Nistplatzes für heimatsuchende Störche in der Pohlmannstr. am Regenrückhaltebecken. (beim Anklicken vergrößern sich die Fotos)

Mit einem Hubwagen, den Frima Matthes /Koch  Kfz-Reparaturwerkstatt zur Verfügung stellte, konnte das vorgefertigte Nest zum recht hoch liegenden vorbestimmten Platz transportiert werden. Mit Heu wurde das aus Birkenreisig hergestellte Nest ausgepolstert. Mario Koch drahtete das Nest zu guter Letzt noch fest, damit es jeden Sturm aushalten kann. Nun hilft nur noch warten auf die langbeinigen Gäste. Im Frühjahr letzten Jahres war ein Storch klappernd auf dem Horst gesichtet worden, leider fehlte es ihm wohl an einem Partner. Im Herbst landete ein Pärchen (laut Nachbar Konrad Sinn) auf dem Hort. Vielleicht haben sich die beiden schon mal nach einem Quartier für das Frühjahr umgeschaut?
In unseren Breiten zählt der Storch als Glücks- und Frühlingsbringer.
 Bei diesen Temperaturen hier vor Ort, sollten sich die Störche mit ihrer Rückreise aus Afrika lieber Zeit lassen, es liegen überall noch kleine Schneehaufen, die einfach nicht verschwinden wollen.

Im Juni 2011 dann also wenige Monate darauf dieser Artikel  in der SHZ von mir:
Wohnungsnotstand in Hohenaspe ausgebrochen – jedenfalls für Störche

Das alte Storchennest am Regenrückhaltebecken in der Pohlmannstraße war nie richtig bewohnt und wurde zu guter Letzt auch noch von einem Fischreiher zerstört. Fiete Tiemann organisierte den Bau eines neuen attraktiven Nistplatzes für Heimatsuchende Störche. Anfang März (wurde hier dokumentiert) konnte das vorgefertigte Nest zum recht hoch liegenden vorbestimmten Platz mit einem Hubwagen, transportiert werden. Mit Heu wurde der aus Birkenreisig hergestellte Horst ausgepolstert und schließlich angedrahtet, damit er jedem Sturm standhalten kann.
Dieses neue Nistangebot für die Weltenbummler wurde bereit im April zur Freude vieler Hohenasper in Beschlag genommen. Leider blieb der Storch lange Zeit ein Single. Trotz seines Geklappers ließ sich kein in Frage kommender Partner blicken. Erst seit Anfang Mai gab es ein Pärchen auf dem Nest zu beobachten. Sie machen keine Brutanstalten – wahrscheinlich ist es für die Familienplanung bei den Störchen inzwischen zu spät, da sie bereits Ende August Richtung Afrika aufbrechen.
Seit ein paar Tagen gibt es Revierkämpfe mit einem anderen Storchenpaar. Das Imponiergehabe der aufgebrachten Rivalen ist ein Schauspiel, dass man nicht jeden Tag zu Gesicht bekommt und so finden sich immer mehr Schaulustige am Regenrückhaltebecken ein.
Adebar zählt in unseren Breiten als Glücks- und Frühlingsbringer. Sein Quartier sucht  der Weißstorch gern auf erhöhten Plätzen, damit er sein Futtergebiet überschauen kann und seine Jungen vor Feinden sicher sind.
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Mai 2011 Todesfalle Straße Nähe Hohenaspe (USN Einfahrt) Der Dachs ist ein nachtaktives Tier und so kann man ihn in freier Wildbahn nur selten zu Gesicht bekommen. Als Allesfresser ernährt er sich nicht nur von Kleintieren wie Schnecken und Würmern, gerade im Frühjahr plündert er Gelege von brütenden Vögeln. Auch Maiskolben stehen auf seiner Nahrungsliste und die besorgt er sich auch durch Bisse durch die Silofolie, dadurch macht er sich bei den Landwirten nicht gerade beliebt. Fasziniert hat mich die Größe des Tieres. Der Dachs soll bis zu 18 kg  wiegen können. Das hier verendete Tier muss demnach ein ausgewachsener "Meister Isegrimm" sein. Er hat ziemlich viele Bißstellen im Fell.
Ein überaus  hübsches Exemplar! Schade, dass man ihn nur auf diese traurige Weise zu Gesicht bekommen hat
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Vom Dez. 2010
 Bei einem Spaziergang um die Tonkuhle bei Mehlbek zählten wir mal eben über 20 Stück Rehwild. Die Zahl an Rehwild ist im Kreis gestiegen und muss sicher dezimiert werden. Leicht hat es das Wild Zurzeit nicht - zum hohen Schnee und zur Kälte kommen am Jahresende noch die vielen Böller dazu, die das Wild arg beunruhigen. So ist das Reh am Wegesrand zu erklären, dass geschwächt ohne Angst in seiner Stellung verharrte. Sicher kommt es allein wieder zu Kräften.

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Treibjagd am 18.12. 2010
Gejagt wurden an diesem Tag mit Schrot Fasanen-Hähne, Hasen, Enten und wenn nötig auch Wildschweine (da sind nach deutschem Jagdgesetz nur Brennekes aus der Flinte zugelassen).
Die große Jagdgesellschaft (ca 85 Personen) hatte es nicht leicht: Das Waten im kniehohen Schnee bereitete gerade den Treibern eine Menge Anstrengung und verlangte eine große Kondition. Die Hasen ließen sich nicht blicken, duckten sich wahrscheinlich im tiefen Schnee und so war das Jagdglück bis zum Zeitpunkt der Aufnahmen minimal.
Wie sicher schon bei unseren Ur-Ur-Ahnen wurde eine Pause am großen Feuer eingelegt. Eine warme Mahlzeit mit einem heißen Getränk weckten wieder die Jagdgeister und erhöhte den Testosteronspiegel der Jäger. Vielleicht läuft der Jagdgesellschaft doch noch eine Rotte von den überzähligen Wildschweinen vor die Flinte.
Durch die vielen Maisfelder hat sich die Wildschein-Population wie es scheint stark erhöht und so besteht Handlungsbedarf.
Zum Ende der Treibjagd erfolgte das traditionelle gemeinsame Essen („Schüsseltreiben“) der Jäger, Treiber und Hundeführer im Gasthof zur Linde. Fiete Tiemann hatte bei dieser Veranstaltung Fotos (siehe Diashow) aufgenommen, denn Sören Reimers wurde nach jagdlichem Brauchtum von Jens Rixen zum Jäger geschlagen

Und ewig wacht der Eichelhäher von Maike Dudde 

 Fast 4 Monate hat der Eichelhäher tiefgefroren in der Kühltruhe verbracht. Im Juni wurde der auffällig gezeichnete
 Rabenvogel gefunden. Die leuchtend blauen Flügeldecken sind ein typisches Erkennungszeichen vom Häher.
 Er lag verendet am Straßenrand nähe Hohenaspe (Kreis Steinburg). Vermutlich hatte eine Unachtsamkeit des Tieres zu einer Kollision mit einem PKW geführt und so musste das sonst so wachsame Tier an einem schönen Frühlingsmorgen sein Leben lassen. Das verhängnisvolle an dem Unfall: der Vogel war auf dem Weg zur Fütterung seiner Jungen. Die kleinen Maden im Schnabel wiesen auf sein Vorhaben hin.
Für den Finder war klar, es ist zu schade den „Wächter des Waldes“ dem Verwesungsprozess zu überlassen. Im Internet wurde die Lösung für das Problem rasch gefunden. Sie hieß: Gerd Reinstrom Tierpräparator – Dorfstr. 22 - 25376 Krempdorf  
Beim Telefonat mit dem Tierpräparator gab es erste Instruktionen, wie man mit dem verendeten Tier umzugehen hat, wenn man es präparieren lassen möchte: Es muss sofort eingefroren werden!
Gerd Reinstrom ist einer von 5 Tierpräparatoren, die es in Schleswig-Holstein gibt. Er ist der einzige freiberufliche Tierpräparator im Kreis Steinburg und übt diesen Beruf seit 1982 aus.
Seine Tätigkeit ist selten – der präparationstechnische Assistent  ist ein staatlich anerkannter Beruf und kann in Bochum in einer 3jährigen Ausbildung in der Berufsfachschule erlernt werden. Der Autodidakt Reinstrom ist im Besitz einer Präparationsgenehmigung vom Landesamt für Natur und Umwelt des Landes Schleswig-Holstein und somit berechtigt, tot aufgefundene Tiere besonders geschützter Arten nach Genehmigung des o. g. Landesamtes zu präparieren. Antragformulare sind bei ihm erhältlich.
Wenn man sein Grundstück in Krempdorf betritt, findet man ein Schild mit folgender Aufschrift vor: Sollte ich nicht im Hause sein, befindet sich auf dem Hof eine Gefriertruhe, in die Sie die Tiere legen können. Fügen Sie bitte Ihre Adresse und Telefonnummer bei, ich melde mich dann bei Ihnen!
 In der Werkstatt von Gerd Reinstrom sind Tiere zu sehen, denen er zu einem ewigen Leben verholfen hat. Von den Regalen her sehen ihm gläserne Augen bei der Arbeit  über die Schulter. Sie gehören den Eichhörnchen, Dachsen, Vögeln, Kaninchen, Mardern und Maulwürfen.
Aber auch lebende Gäste sind willkommen. Einzelpersonen und Gruppen, wie Schulklassen und
Kindergärten besuchen Gerd Reinstrom und können so in seiner Sammlung  heimische Singvögel oder Säuger betrachten und kennen lernen. Laut Reinstrom leisten ausgestellte Tiere einen wertvollen Beitrag zum Artenschutz und zur höheren Wertschätzung gegenüber bedrohten Tieren.
Der Präparator ist Biologe, Chemiker, Handwerker und Künstler zugleich. Mit Pinzette, Skalpell und Schere werden Haut, Fett- und Bindegewebe entfernt und die einzelnen anatomischen Strukturen freigelegt.
Tierpräparation bedeutet vor allem eines - viel Handarbeit!
Der Arbeitsaufwand für die dauerhafte und lebensnahe Präparation einer Blaumeise nimmt 3-4 Stunden in Anspruch. Dagegen benötigt zum Beispiel der Steinmarder für die Verewigung einen ganzen Arbeitstag.
Tierpräparatoren erhalten Aufträge z. B. von Museen, Universitätsinstituten, Zoo-Einrichtungen und Betriebe, die Lehrmittel herstellen.
 Neben der Erstellung neuer Präparate nimmt hier die Restaurierung, ständig erforderliche Pflege und Betreuung
konservierter Tiere und großer Sammlungen einen wichtigen Stellenwert ein.
Nicht nur Aufträge der Jägerschaft stehen bei Gerd Reinstrom auf dem Zettel, auch Besitzer von liebgewordenen, aber leider verstorbenen Haustieren, melden sich beim Fachmann.
Mit der Präparation von Kanarienvögeln, Wellensittichen und Meerschweinchen hat der Krempdorfer weniger Probleme, bei Hunden und Katzen verweigert er allerdings den Auftrag. 
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Am Sonntag den 4. Juli 2010 gab es jagdliche Informationen auf dem Gelände der Schießanlage in Kaaks.
Auf diesem "Jagd- und Naturtag " konnte man viel über die Aktionen der Jäger, Angler, Pfadfinderschaft Bonifatius aus Schenefeld, dem Bauernverband und von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald in Erfahrung bringen. Neben Getränken und Wildbratwurst wurden Rätsel, Spiele, Jagdhornsignale und Präsentationen geboten.
Die Kreisjägerschaft Steinburg hatte am Infomobil verschiedene Tierpräparate, die bestimmt werden sollten. Mit den richtigen Antworten konnte man an einer Verlosung teilnehmen.
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