Donnerstag, Dezember 01, 2016

Internationale Grüne Woche

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2017: In diesem Jahr werde ich, trotz Akkreditierung nicht zur Internationalen Grünen Woche nach Berlin reisen. 

Eine günstige Mitfahrgelegenheit konnte ich nicht finden und 170 € (ICE) sind - verbunden mit viel Aufwand-  für mich in diesem Jahr nicht machbar. Schon jetzt weiß ich, dass ich es bereuen werde.

Allen, die die Messe besuchen werden, wünsche ich viele interessante Eindrücke und Bekanntschaften. Über Aufnahmen für diesen Blog würde ich mich sehr freuen.

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Internationale Grüne Woche am 15.1.-24.1. 2016 

Die deutsche Ernährungsindustrie erwirtschaftete 2015 nach ersten Schätzungen (der BVE Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie) einen Umsatz von 166,3 Milliarden Euro und erzielte damit das schlechteste Jahresergebnis der letzten vier Jahre. 
Die Gründe hierfür: Verbraucher kaufen und kochen weniger.
 " Die Hausfrau am Herd ist eine bedrohte Spezies".  Laut BVE werden immer weniger Mahlzeiten zu Haus eingenommen.
" Nur noch 34 Prozent der deutschen Verbraucher kochen regelmäßig. 42 Prozent so gut wie nie und dazu sollte bekannt sein: Wird regelmäßig gekocht, dann mit hochwertigen Lebensmitteln, denn der Anteil der Konsumenten, die bewusst konsumieren ist angestiegen. Qualität ist gefragt und dafür werden höhere Preise akzeptiert. "

Dieser Trend der Wertschätzung muss laut Fachleuten weiter gehen, damit sich die Lebensmittelproduktion in Deutschland lohnt.

Jede Menge Verbraucherinformation gibt es auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin
Im letzen Jahr besuchten 415.000 Gäste die weltgrößte Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau.
In diesem Jahr findet sie das 81. Mal statt und Berlin ist erneut Mittelpunkt der Agrarpolitik.
1.700 Aussteller aus 70 Ländern sind präsent und in diesem Jahr ist mit Marokko zum ersten Mal ein afrikanischer Staat Partnerland der Ausstellung.

Nach der Demonstration vor dem Hauptbahnhof "Wir machen Euch satt" fuhr ich mit der S-Bahn zur Internationalen Grünen Woche.
Bevor ich mich auf ein "Schlemmermarthon" einlasse (pro Besucher wurden im letzten Jahr 117,- € ausgegeben), möchte ich die Blumenhalle aufsuchen, die in diesem Jahr unter dem Motto "Karneval der Blumen" steht.
Eine lustige Idee, die kreativ umgesetzt wurde. 
Zahlreiche Gondeln schwimmen bunt bepflanzt auf einer Wasserfläche und sollen mit den kostümreichen Figuren den Karneval in Venedig darstellen.
Nach der tristen Stadtansicht zu dieser Jahreszeit, tun die Farben der massigen Frühlingsblumen gut, wenn nicht der große Andrang wäre, der ein längeres Verweilen vor einer besonders gelungenen Farben- und Blumenzusammenstellung nicht zulässt. Außerdem sind da noch so viele Hallen aufzusuchen, also weiter geht es. 

Der Sarg auf einer Gondel erinnert mich spontan an den Horrorfilm "Wenn die Gondeln Trauer tragen". Sie haben ihn bestimmt gesehen.

Vollblutmusiker machen Stimmung

Aus der Halle "Baden Württemberg" schallt Musik und so zieht es mich dort wie abertausende andere Menschen hin. Oh, hier wird es wirklich voll. 
Und auch in der Bayernhalle ist wie in jedem Jahr Volksfeststimmung:






Ein Hingucker sind die wandelnden Bäume auf der Messe.
Sehr werbewirksam preisen sie die Waldkalkung an.

Ein buntes Bühnenprogramm bietet Mecklenburg Vorpommern



Eine interessante Mischung aus Unterhaltung und Information auf der LandSchau-Bühne der Agrarsozialen Gesellschaft

Schlemmern und ein buntes Programm genießen, das ist die Grüne Woche
In der Tierhalle werden bei meinem Besuch, alte und gefährdete Nutztierrassen vorgestellt

Mach mal Pause!

Die vielen angebotenen Schlemmereien überfordern mich und ich kaufe mir eine alt bewährte Thüringer-Bratwurst und trinke ein Bier dazu, das mir nicht schmeckt (zu bitter) und als Nachtisch nehme ich mir Süßigkeiten, die zum Testen an so vielen Ständen bereit liegen.



Eine einfache, aber dennoch sehr interessante Tracht, trägt diese junge Gruppe aus Südhessen.
 Jede Menge Landes-Hoheiten präsentieren sich in den Hallen. Die Königinnen und Prinzessinnen sind Repräsentantinnen der unterschiedlichen Regionen und immer ein Hingucker.
Fotografieren durfte ich hier die Tharandter Wald-Königin, die Deutsche Kirschblütenkönigin aus dem Weserbergland, die  Nelkenkönigin aus Blomberg und die Bergwiesenköniginnen  aus dem Allgäu.

Etwas ruhiger, aber nicht uninteressanter wurde es in der Halle 23 a der BMEL mit den Sonderschauen HIER




Keine Messe ohne Fraunhofer. Vor Ort treffe ich den Leiter des CBP- Instituts aus Leuna.

Jede Menge Action in der Halle von Sachsen-Anhalt. Richtig gut kamen hier diese Musiker an, die moderne Songs zum Mitsingen spielten.
Sänger fanden sich im Publikum jede Menge

und auch hier läuft mir eine Hoheit über den Weg.
Reger Betrieb auch in der Halle von Schleswig-Holstein. Die Rapslandschaft mit der Ostsee als Kulisse sehr sehenswert!
Gerade werden die Kohlregentinnen aus Dithmarschen interviewt. 
Präsent ist auch das neue Maskottchen der Landesgartenschau 2016. 
Nach dem Motto "Entern nicht kentern" wirbt der knuddelige Piraten-Seebär für die Landesgartenschau ab dem 28. April 2016
 
Gleich nebenan wird gekocht.

Hohenasper sind auf der Agrarmesse gut vertreten:

Kernige Dörfer! 2015 ausgezeichnet

  Hohenaspe nahm Siegespreis auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin entgegen

In fünf Kategorien wurden Preisträger bestimmt, die sich in besonderem Maß um die nachhaltige Flächen- und Gebäudenutzung in Anpassung an den demografischen Wandel verdient machten:


Der Wettbewerb „Kerniges Dorf!“ wurde nach 2013 zum zweiten Mal von der Agrarsozialen Gesellschaft e. V. (ASG) durchgeführt.

 Er wird durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gefördert. Die Preisgelder in Höhe von 2 000 € pro Gewinner stiftet die Landwirtschaftliche Rentenbank.  

 Die fünf Siegerdörfer wurden aus über 250 Bewerbungen ausgewählt, die anhand von Ortsgröße und Strukturmerkmalen in fünf Kategorien unterteilt waren.
 Im zweiten Schritt wurden 20 Favoriten von einer Fachjury besucht.
  Diese stand aufgrund der hohen Qualität der Bewerbungen vor der im diesjährigen Wettbewerb besonders schwierigen Aufgabe, die endgültigen Gewinner zu bestimmen. 
Alle Favoriten und Preisträger werden in einer Broschüre vorgestellt, die in gedruckter Form bei der ASG bestellt oder auf der Website der ASG heruntergeladen werden kann.
Die Preise wurden durch Dr. Robert Kloos, Staatssekretär im BMEL, Imke Ettori, Mitglied des Vorstands der Landwirtschaftlichen Rentenbank, und Dr. Martin Wille, Vorsitzender des Vorstands der ASG, im Rahmen der Internationalen Grünen Woche verliehen. 
Bei der Preisübergabe dabei v.l.  stellv. Bürgermeisterin Linda Schönwald , MdB Dr. Karin Thissen, Bürgermeister Hans-Georg Wendrich mit Gattin und der Leitende Verwaltungsbeamte Volker Tüxen mit Gattin.
Fotos und Text: Agrarsoziale Gesellschaft e.V. mit Sitz in Göttingen
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2015 2015 2015 2015 2015 2015 

Die Internationale Grüne Woche ab dem 16.1.2015 


16.1. 2015 Berlin

80. Internationale Grüne Woche mit dem Partnerland Lettland

Eindrücke mit Fotos der Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau 

Start: Rundgang durch die Hallen der weltgrößten Agramesse mit zahlreichen Repräsentanten aus 68 Ländern. 

 Beim Start des Presserundgangs durch die Hallen am Freitag den 16.1. um 8 Uhr:
Zur Eröffnung durchschneiden das symbolische Band u.a. Jänis Düklavs Minister für Landwirtschaft der Republik Lettland, Berlins neuer regierender Bürgermeister Michael Müller sowie Landwirtschaftsminister Christian Schmidt.
Es wimmelte von Pressefotografen und Filmteams, die alle einen Kopf größer sind als ich und so wurde es schwer, einen guten Platz zum Fotografieren zu ergattern. Eine Frau ohne Kamera frage ich, ob ich mich vor sie stellen kann, da ich erstens kleiner als sie bin und zweitens fotografieren möchte. Merkwürdigerweise sagt sie ganz freundlich: " Ja dürfen sie!" (Der Ton bei solchen Veranstaltungen mit viel Presse unter Kollegen  ist in der Regel meist etwas rauer)
Also die Frau lässt mich vor sich und ich bücke mich für das Foto etwas und werde dann plötzlich von ihr fast umgerissen, weil sie nach vorne stürmt und ruft "Stoppt die Massentierhaltung" "Ende mit der Quälerei im Stall" oder ähnlich, denn ich konnte ihrer Aussage nicht so folgen, da ich erst einmal meine Fotografierhaltung wieder einnehmen musste.
Die Aktivistin steht natürlich mit diesem Auftritt noch vor den Ministern und anderen Amtsträgern im Mittelpunkt des Blizlichtgewitters und auch ich - in unmittelbaren Nähe - bekomme jede Menge Lichtbeschallung ab und hoffe insgeheim, auf keinen dieser Demonstrationsfotos abgelichtet zu sein, da ich dieses Schwarz-Weiß-Denken - "Viele Tiere schlechte Tierhaltung und wenig Tiere bessere Tierhaltung" nicht überzeugend finde.
Die Frau war nur sehr kurz Star des Geschehens, denn Security / Polizei führten sie und auch später einen weiteren störenden Aktivisten ab.
Der Auftritt der sogenannten Tierschützer war in meinen Augen überflüssig, weil auf der Messe in den unterschiedlichsten Hallen ständig das Thema Tierhaltung / Tierwohl thematisiert, diskutiert und angesprochen wurde.
Von links -Christian Schmidt, Janis Duklavs (Landwirtschaftsminister aus Lettland) und der amtierende Bürgermeister in Berlin Michael Müller.

 Landwirtschaftsminister Christian Schmidt hatte an diesem Vormittag reichlich zu tun. Es galt die Kollegen aus vielen Ländern zu begrüßen und die Spezialitäten der unterschiedlichsten Regionen in den vielen Messehallen  kennen zulernen.
Es stand an  Käse, Spirituosen, Säfte, Wein, Süßwaren, Backwaren, Obst, Gemüse und Biersorten zu kosten. Ein robuster Magen war gefragt, denn die Zahl der vielen Spezialitäten der Länder und Regionen war und ist überwältigend.
Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes Joachim Rukwied (rechts) bei den Schweizern.
In der Halle der Österreicher mit dem Landwirtschaftsminister  
Andrä Rupprechter.
An diesem Stand heißt es: "Nimm dir Zeit ... " und ich hätte dem Slogan folgen sollen.


Begrüßungsansprache Minister Christian Schmidt: " Die Messe ist eine beeindruckende Darstellung dessen was an regionalen Nahrungsmitteln aus den verschiedenen Teilen der Welt präsentiert wird und präsentiert werden kann. Das ist ein Stück Überfluss. Diesen Überfluss sollten wir schätzen in dem wir nichts wegwerfen. .. Wenn ich daran erinnern darf: Wir haben noch immer 800 Millionen Menschen auf der Welt, die unter Mangelernährung leiden und wir  müssen über die Frage der Verteilung und einer effizienten Produktion dies gegenüber halten. 
Bei uns bitte keine Lebensmittel wegwerfen. ...
Die Grüne Woche ist ein Schaufenster der Möglichkeiten für diese Themen und sie ist auch ein Schaufenster der Möglichkeiten, wie die Welt ein Stück zusammenrücken kann, ohne ihre eigene Identität zu verlieren."
Schleswig Holstein ist auch in diesem Jahr in der Halle 22a vertreten. 
Von rechts Generalsekretär vom Bauernverband Stephan Gersteuer und Stellvertreter Michael Müller-Ruchholz präsentieren "Den echten Norden" Info HIER 
Nordfriesische Lammkönigin 2014/2015 - Kerstin Carstensen, die zur Grünen Woche ordentlich die Werbetrommel für die Nordfriesischen Lammtage mit dem Kreis Nordfriesland gerührt hat.
Es ist ratsam sich einen Messplan auszuarbeiten. Die zahlreichen Hallen mit einer Nummerierung, die für fast niemanden durchschaubar ist, machen den Besuch anstrengend. 
Der Frühling im Wald wird in diesem Jahr in der Blumenhalle mit über 30.000 Frühblüher präsentiert.
Im Mittelpunkt stand die Region des UNESCO - Weltnaturerbes der Nationalpark Hainich in Thüringen. Auf diesem Blog hatte ich bereits 2013 unter Ditt und Datt vom 7.500 Hektar großen Orchideen - Buchenwald berichtet.

 Sehr dekorativ auch die Bromelien

 Nelken als Frühlingsblume?
 Der Deutsche Apfel durfte auf der Grünen Woche in Berlin nicht fehlen. Es wurden 4000 Äpfel unterschiedlicher Erzeuger mit den Sorten Elstar, Gala, Jonagold, Braebum und Pinova verteilt.
 Langsam füllen sich die Hallen. Es werden an den Messetagen über 400.000 Besucher erwartet und so wird es anstrengender Informationen zu den einzelnen Produkten einzuholen.

Hier erklärt ein Fachmann den fangfrischen Fisch.

 Der wunderhübsche Opah oder auch Gotteslachs genannt wird vorgestellt. Er kann bis zu 1.80 Meter lang werden. Geschätzt wird das fetthaltige rote Fleisch - der Einzelgänger wird aber nicht gezielt gefischt, er ist eher ein Beifang.
Der Kaisergranat - ein Scampo - im Plural geläufiger Scampi


Auch in diesem Jahr ist BIO in Berlin angesagt
Immer wieder sind die schönsten Kleiderkulturen in Form von Trachten zu bestaunen. Regionale Delikatessen gilt es in ähnlicher Vielfalt auf der Grünen Woche kennen zulernen.
Ein Anlaufpunkt für viele Schulklassen und Kindergärten ist die Halle mit dem ErlebnisBauernhof. Hier wird nicht nur Schülern "Landwirtschaft zum Anfassen" präsentiert.




Die Grüne Woche ist auch so etwas wie eine Weltenbummlerreise.
Natürlich durften die Tiere auf der diesjährigen Messe nicht fehlen. In Halle 25 gab es umfangreiche Informationen zur Pferdezucht. Hier wurden in Schauwettbewerben der unterschiedlichen Pferderassen die Siegerpferde ermittelt.


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Internationale Grüne Woche 2014


Eine Messe mit interkultureller Kompetenz - auf der über 70 Länder ihre Agrarprodukte  und somit auch ein Stück ihrer Kultur präsentieren.

Zu meinen Eindrücken:

Januar 2014 - Ausflug nach Berlin

Noch vor der Grenzöffnung wohnten wir als junge Familie 3 Jahre in Berlin und obwohl mir persönlich  damals die Umstellung vom Landleben in Niedersachsen zum Großstadtleben ziemlich schwer gefallen ist, habe ich im Nachhinein die "Berlin-Zeit" nicht schlecht in Erinnerung. Eine von mir gegründete Mutter-Kind-Gruppe, verschaffte mir Kontakte zu anderen Frauen mit Kindern und noch heute hat sich die Gruppe nicht ganz aus den Augen verloren. Teilweise bildeten sich Freundschaften, die nach all den Jahren trotz ständigem Wohnortwechsel existieren. Es ist eine Verbindung,  die mit  gegenseitigen sporadischen Besuchen untermauert wird. 
Die Presseeinladung der Grünen Woche nehme ich in den letzten Jahren als Anlass zum Treff und dabei erfahre ich die neuesten Geschichten aus Berlin. Auf diesem Weg ist mir die Stadt, trotz seiner riesigen Veränderung in all den Jahren, nie richtig fremd geworden. 
Das Einkaufserlebnis nach dem Mauerfall verlagerte sich zum Beispiel vom Kurfürstendamm in die Friedrichstraße - also in den "Ostteil" der Stadt. Die 3 km lange Shopping-Meile mit zahlreichen Hotels  im historischen Zentrum von Berlin erlebte, wie es hieß, "die Wiedergeburt nach dem Mauerfall". Der Kurfürstendamm dagegen verödete. Die einstige berühmte Flaniermeile wirkte vernachlässigt.

Es überrascht nun,  den erneuten Wandel des Ku'damms festzustellen. Als ich meine Freundinnen auf die von mir beobachtete Wende des Kurfürstendamms anspreche, sagen sie lachend: "Ja Maike, der Westen holt sich seine Stadt zurück."
Die edelsten Läden haben sich am Ku'damm angesiedelt. Die Geschäfte strahlen meist prunkvoll und sind oft für eine besondere Kauf-Elite bestimmt. Touristen aller Nationen pilgern der Straße entlang und so ist klar: Berlin ist eine Weltstadt.
Beeindruckend finde ich auch die Logistik dieser Großstadt. U-Bahn, S-Bahn, Bus - alles vom Feinsten, alles ist möglich - wohin man auch möchte - im Nu! 
 Aber, da ist mein Termin im ICC - also im International Congress  Centrum der Stadt, das zu den Welt-größten gehört. Es soll noch in diesem Jahr geschlossen werden, da der TÜV Mängel festgestellt hat. Vielleicht wird es abgerissen und neu gebaut. Wer hat der hat :-)
 Meine Eindrücke / Erlebnisse von der Eröffnungsveranstaltung:
Hier die Blickrichtung vor der Bühne. Hinter der Bühne geht der Veranstaltungssaal in ca. gleicher Größe weiter. 

Eröffnungsfeier der Internationalen Grünen Woche 2014

 Es sprachen Messechef Dr. Christian Göke, Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit, Bauernpräsident Joachim Rukwied, der estnische Landwirtschaftsminister Helir-Valdor Seeder, der EU-Kommissar Dacian Ciolos, Ehrenvorsitzender der BVE Jürgen Abraham und Bundeslandwirtschaftsminister Dr. Hans-Peter Friedrich.
 Das kulturelle Rahmenprogramm und den anschließenden Empfang gestaltet das Partnerland Estland. 


Zum Foto: Bauernpräsident Joachim Rukwied, Bundesminister Dr. Friedrich,Regierender Bürgermeister Wowereit
Es ist die 79. Grüne Woche, die an diesem Abend eröffnet wird. Über 70 Länder präsentieren ihre Agrarprodukte und somit auch ein Stück ihrer Kultur. 
In Fachforen, Seminaren, Ausschüssen und Kongressen informieren Experten über Ernährungs- und Landwirtschaftsfragen. Informieren über Agrarprodukte, über nachwachsende Rohstoffe, über Gartenbau und über BioMarkt Produkte.
An den Messetagen vom 17. -26.1.  werden über 400 000 Gäste erwartet.
Estland - das diesjährige Partnerland - seit 1994 auf der Grünen Woche als Aussteller dabei - hat ein gutes Konzept mit ihrer Bewerbung abgegeben und erlaubt an diesem Abend Einblicke mit einer tollen Inszenierung in ihre Kultur. 
Helir-Valdor Seeder, Landwirtschaftsminister der Republik Estland und Minister Friedrich

Darbietungen aus Estland






Am anderen Tag ging es bei einem geführten Rundgang durch die Messehallen
 Noch vor offizieller Eröffnung konnte ich ein paar Aufnahmen in der Blumenhalle 9 aufnehmen.
Einem besonderen Augenmerk erzielte hier die Zuckerbüsche oder auch Protea genannte Blumendarbietung.


Haben sie Lust auf einen Rundgang durch die Messehallen?


Später, in der Halle 22a  freut es mich, die Prominenz vom Bauernverband aus Schleswig-Holstein zu treffen und ablichten zu können.
Der Plan war,  hier auch den angekündigten Schleswig-Holsteinischen Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume - Robert Habeck anzutreffen und über dessen Präsenz zu berichten, aber Herr Habeck wollte erst am Abend an diesem Tag auf der Messe erscheinen und da hatte ich bereits eine andere Verabredung  .... , welch ein Fehler! - für Herrn Habeck versteht sich, denn er musste ja unbedingt an der Demo gegen Massentierhaltung in Berlin teilnehmen. (Vielleicht hat er da ebenfalls seine alten Kumpels von früher wieder getroffen :-) ) Der Bauernverband war über die Teilnahme unseres Landwirtschaftsminister an der Demo nicht so ganz glücklich, wie man in der shz lesen konnte.
 Falls es jemand wissen will, gebe ich dem Bauernverband völlig recht - es ist eine Provokation!:
„Unsere Mitglieder können das nicht verstehen. Herr Habeck ist als Minister in Berlin und nicht als Privatperson“: so die Auskunft vom Bauernpräsidenten Werner Schwarz.
Als Herr Habeck dann auf der Messe auftauchte und auch noch die Präsentation von SH auf der Messe anprangerte, musste wohl ganz und gar Schluss mit lustig gewesen sein.

Meine Meinung: Ein paar Anregungen für eine Messehallenausstattung sind vielleicht gar nicht so ganz daneben, ansonsten finde ich Herrn Habeck ziemlich mutig, wenn er dann mal aus SH weg ist. Viel Spaß bei ihrer nächsten Rede vor den Landwirten hier vor Ort! (Vielleicht laden sie mich dann dazu ein?)

Auf der Grünen Woche wurde auch in diesem Jahr Schleswig-Holstein  von der Landesregierung gemeinsam mit dem Bauernverband unter Leitung von (Foto von rechts) Stephan Gersteuer (Generalsekretär), Peter Lüchow (Vizepräsident) und Klaus Dahmke (Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit) mit zahlreichen Unternehmen aus unserem Bundesland präsentiert.
Vor Ort auch Sonja die 2. Kohlregentin aus Dithmarschen 
                           
mit Animationsprogramm ...


sowie einer Kochschau, deren Koch aber leider nicht sehr kommunikativ ist.
Dafür sind sie in der Bayernhalle unheimlich freundlich und auch in diesem Jahr herrscht wieder  Volksfeststimmung in Halle 22b.
Die essbare Stadt:
Sehr viel Aufwand hat auch die Vertretung der Stadt Andernach auf der Grünen Woche betrieben.
Sie haben zum Beispiel eine Kopie ihrer Stadtmauer mit nach Berlin gebracht. 
Ein tolles Projekt der Stadt Andernach ist zum Beispiel auch dieser Anhänger als fahrbarer Garten.
Laut Gemeindevertreter steht der Hänger mit dem Gemüse- und Kräuteranbau ansonsten auf dem Marktplatz der Stadt. Jeder darf sich daran bedienen. 

Selbst Till Eulenspiegel aus Schöppenstedt (Kreis Wolfenbüttel bei Braunschweig ) war zu dieser Messe angereist
Für die Berliner sind Tiere in den unterschiedlichen Hallen der Hit. Hier trifft man überall lange Schlangen von begeisterten Großstädtern vor den Tiergehegen. 

Bürgermeister von Berlin Klaus Wowereit zeigt Interesse. Mich persönlich hat seine Art, wie er Ansprachen gehalten hat, begeistert.

Mein Eindruck: Thema "Bioprodukte" nimmt einen immer größer werdenden Anteil auf der Messe ein.
Ein interessierter Verbraucher ist eine gut Basis, um über Agrarprodukte zu informieren.
Diese Messe bietet gute Möglichkeiten dafür.

Mit Tracht aus Marokko
 Russland hat es sogar schneien lassen.
 ...mit Musikprogramm


Kirschprinzessinnen aus Witzenhausen mit Hofstaat

Aber auch Tierschutzorganisationen sind auf dieser Messe präsent:
Hier der Verein "Neuland" als Erzeugervermarkter, der nach eigenen Angaben Wert auf artgerechte Haltung legt.

Entwickelt wurde hier zum Beispiel eine schonende Ferkelkastrationsbetäubung (Inhalationsnarkose).






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2013 2013 2013 2013 2013 2013 

Grüne Woche 2013


1600 Aussteller aus 67 Ländern präsentieren sich bei der 78. Ausgabe der Grünen Woche vom 18.1.bis zum 27.1.2013. Die Veranstalter rechnen mit über 400 000 Gästen in den 26 Messehallen unter dem Funkturm. 

Melde mich aus der Bundeshauptstadt mit vielen Erlebnissen, Fotos und Videos zurück.
Ja, Berlin ist eine Reise wert, aber auch schön wenn man nach dem Lärm der Großstadt wieder ins recht beschauliche Schleswig-Holstein heimfahren kann.

Grüne Woche in Berlin 2013






Messeneuheiten:

Insektizide auf Biologischer Grundlage wie hier ein Mittel gegen den Apfelwickler. Vorgestellt vom Bundesforschungsinstitut Julius Kühn -Institut. 
Mit Pheromonen gegen Insektenplagen vorgehen. Die Idee ist simpel und machbar: Lockduftstoffe weiblicher Insekten so stark verbreiten, dass die männlichen Insekten die zu begattenden Weibchen nicht mehr finden, da die Gerüche nicht mehr zum Ziel führen.
Oder:
Vorstellung eines Logbusters - also einem Holzspalter der etwas anderen Art. Diese Frau wollte das Gerät einmal ausprobieren und hatte nach kurzer Zeit keine Probleme das Holz in kleine Spalten ohne großen Kraftaufwand zu bekommen. ( Der Logbuster kostet so ca 100 € bei Firma Willi Wiltschka in Elchingen)
Fand ich lustig: Ein mobiles Hühnerhaus
Das Haus bietet für bis zu 5 Hühnern einen artgerechten Unterschlupf und kann in jedem Garten mit einer Rasenfläche aufgestellt werden. Ausgestattet ist es mit allerhand technischen Raffinessen und dank der ausgeklügelten Konstruktion ist das Haus leicht von jedermann zu handhaben. Voll Wintertauglich und durch Futter-Bevorratung für mindestens drei Tage autonom - so laut Hersteller Ralf Müller aus Bielefeld.
Das Haus kann als Solarhaus geliefert werden. Kosten ca 3000, -€ also nicht ganz billig wie ich finde.
Dazu Herr Müller: "Der Trend geht zum Zweithaus" In Deutschland gäbe es jede Menge reiche Leute.
Gut zu wissen.


Auch in diesem Jahr schon in den frühen Morgenstunden (Foto von ca.9 Uhr) also vor der offiziellen Eröffnung, jede Menge Stimmung in der Bayernhalle. Die Herren aus der Region Chiemsee waren gut drauf. Meine Frage an sie: " Ähm, ich komme aus Norddeutschland, bei uns trinkt man um diese Uhrzeit noch keinen halben Liter Bier, darf ich mal ein Foto machen, um eure Feierlaune zu dokumentieren?". Die Antwort: 
"Grüß Gott, bei uns trinkt ma schon a Bià um diese Zeit. Kannscht schon a Foto machen, koscht nen 20iger"
Nach diesem Brüller durfte ich die lustigen Herren dann auch ohne 20iger ablichten. Dankeschön!
Hier ein Video u.a. aus der Bayernhalle, um die überaus tolle Stimmung deutlich zu machen, mit der Bitte die Schwenker beim Filmen zu entschuldigen - (bin noch ein Neuling im Punkto Film).
(In den anderen Hallen war es um diese Zeit noch fast leer)


Auf der 78. Internationalen Grünen Woche in Berlin beteiligt sich auch das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) mit einer Sonderschau in Halle 23a.
Ich staunte nicht schlecht, als ich an einem der Stände von diesem Herren mit: "Ah, Hallo, das ist doch Frau Dudde aus Hohenaspe, die mit dem Blog" angesprochen wurde. "Woher wir uns kennen würden?": fragte ich zurück. Es stellte sich heraus, dass mein Gegenüber der Bürgermeister aus Winseldorf - also Udo Fölster ist und er durch die Feuerwehr den Hohenasper Blog gut kennt. Die Messe gefällt dem Winseldorfer Bürgermeister und er hätte viel Spaß mit dem  BMRLV-Team, aber die letzte Nacht in der Großstadt Berlin wäre dann doch recht anstrengend und kurz gewesen ;-)

Kennen sie den XXL- Ostfriesen Tamme Hanken? Er hat für uns Schleswig-Holsteiner-Frauen extra für diesen Blog ein Lied getrellert. Dankeschön Tamme!

.....nun überlege ich, ob ich als SH - Frau im Umkehrschluss die ostfriesischen Männer den Holländern vorziehe.

Hier nun eine Diashow mit vielen Fotos von der Messe:





Nicht nur Friede, Freude, Gänsebraten auf der Grünen Woche 2013

Einen Eindruck von anstehenden Konflikten bekam ich auf den kurzen Busfahrten mit den Pressevertretern (immer Frau Merkel hinterher). Hier kam es zu kleinen verbalen Auseinandersetzungen, als der Flyer für die anstehende Demo verteilt wurde. In heftigen Wortgefechten mit Forderungen gegen Massentierhaltung und einer umweltfreundlichen Agrarpolitik  wurde vom BUND -Teilnehmern dikutiert. 
 Die Demonstration mit 25.000 Teilnehmern am Rande der Grünen Woche konnte später nicht ignoriert werden. Info HIER



Ansonsten nix neues in Berlin - Baustellen ohne Ende. Zwischen Brandenburger Tor und Alex wird heftig gewerkelt.  Die prominente Meile ist nicht mehr wiederzuerkennen. Für voraussichtlich ein Jahr ist die Kreuzung Unter den Linden/Friedrichstraße in Berlin-Mitte für den Autoverkehr gesperrt. Grund ist der Bau des neuen U-Bahnhofs der Linien U5 und U6.



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2012 2012 2012
Grüne Woche 2012 aktuell 
Messeingang Nord
Vor der offiziellen Eröffnung der Messe am 20.1. gab es Gelegenheit für Fotografen, bei einem Rundgang die Ausstellungshallen mit den vielen Motiven abzulichten. 
Die am frühen Morgen noch nicht überfüllten Messehallen, ermöglichten jede Menge Fotoszenen, die nach dem Ansturm von Besuchern (420.000) so nicht mehr möglich waren.
In diesen frühen Morgenstunden die Hallen, in denen sich die einzelnen Bundesländer präsentierten, noch fast menschenleer 
Anders allerdings in der Bayrischen Halle:
Hier schon am frühen Morgen jede Menge Stimmung und am Nachmittag bekam man eine Vorstellung davon, wie das Oktoberfest in München ablaufen muss:
Wo soll ich anfangen mit der Präsentation der vielen Fotos die ich von der Messe aufgenommen habe? Vielleicht mit einer der kreativsten Hallen auf dem Messegelände? In dieser Jahreszeit fehlen die Farben der Natur (verstärkt in Großstädten wie Berlin - so macht allein der Name der Messe Sinn!) und so ist der große Besucheransturm in den Messestationen, die den Frühling ankündigen, zu erklären. Floristische Meisterwerke ziehen die Blicke auf sich. Der Gartenfreund findet hier jede Menge neue Anregungen für Anpflanzungen, Informationen zu Pflanzen und erhält Impulse für eine sinnvolle Freizeitgestaltung.
"Baustelle Berlin" Das Thema in der Blumenhalle zeigt eine ideenreich inszenierte "Parkanlage" die zum Lächeln anregt.
Falls sie einmal keine Vase für ihren Blumenstrauß zur Hand haben, gab's auf der Grünen Woche Lösungsvorschläge.


"International" darf sich die Messe nennen, denn viele Länder präsentieren hier ihre Spezialitäten.

Die Tierschau in der Tierhalle hatte jede Menge Fachinformation parat.
Kennen sie den Poitou -Esel? Es ist eine vom Aussterben bedrohte Großeselrasse, die aus Frankreich stammt und wegen des Felles eher an ein Schaf erinnert. Die Rasse ist aber entstanden durch eine Kreuzung zwischen Pferd und Esel.

Das Simmentaler Fleckvieh besitzt einen lieben Charakter und ist die einzige Rinderrasse, die zur Milch- und (!) Fleischhaltung genutzt wird. H.J. Liptow stellt mir seinen Bullen Kilian vor.
 Um das Thema Milch geht es auch in der Halle der Bayern
 Alte Gemüsesorten vorgestellt - es gibt also auch gelbe Beete

 Überall werden Spezialitäten einzelner Regionen zum Kosten angeboten.
Nett war es auch, die Jägerschaft aus Peine kennen zu lernen. Die aktiven Waidmänner haben auf einer großen Ausstellungsfläche mit der Bildungsinitiative Lernort Natur und dem Dachverband DJV viele Tiere ausgestellt und bieten ein buntes Programm rund um Jagd, Natur und Wildbret.
Staun, Staun .... unsere Nachbargemeinde aus dem Kreis Steinburg mit ihrem Wacken-Kaffee in der Schleswig-Holstein-Halle präsent. 

Was es sonst noch zu sehen gab (und das war nicht wenig!) in dieser Diashow:


Internationale Grüne Woche
20.- 29.1. natürlich auch mit dem Bundesland Schleswig-Holstein vertreten
20.1. präsent auf der Messe - ein überaus gut gelaunter Ministerpräsident Peter Harry Carstensen,
sowie Schleswig-Holsteins Landwirtschaftsministerin Juliane Rumpf, die sich nach den Produkten "Made in Schleswig-Holstein" erkundigte.
Welche Stadt präsentiert sich hier auf 
der Grünen Woche 2012?
ENDE

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